Haben Grund zur Freude: Bürgermeister Thies Puttnins-von Trotha (stehend Mitte) und der Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung, Mario Bach (stehend zweiter von links), sowie die Vertreter von CDU, Freie Wähler und FDP begutachten den Verlauf der geplanten Ginsheimer Ortsentlastungsstraße. Foto: Ralph Keim

GINSHEIM – Für die Ginsheimer Ortsentlastungsstraße steht der erste symbolische Spatenstich noch lange nicht fest. Und doch wollte die Stadt schon länger mit den aktuell angesetzten 4,5 Millionen Euro planen. Da die städtischen Etats bis einschließlich 2016 jedoch chronisch defizitär waren, hat Landrat Thomas Will (SPD) den jeweiligen Entwurf stets mit dem Verweis zurückgewiesen, die Verpflichtungsermächtigung für die 4,5 Millionen Euro herauszunehmen. Das war auch beim Haushalt 2017 der Fall gewesen, der einen Überschuss von 500 000 Euro auswies.

Doch jetzt erhielt Thies Puttnins-von Trotha (parteilos) ein Schreiben aus dem Landratsamt: Die Stadt kann bereits jetzt schon über die 4,5 Millionen Euro verfügen, obwohl sie sie erst 2020 beziehungsweise 2021 ausgegeben werden. Damit hat Will praktisch grünes Licht für die Ortsumgehung gegeben. „Zahlreiche Bürger beschweren sich laufend bei mir über zu viele Laster und zu schnell fahrende Autos“, unterstrich der Rathauschef.

Mit der Ortsentlastungsstraße werde ein „gewaltiger Schritt“ zur Verkehrsberuhigung des Ginsheimer Ortskern unternommen, zeigte sich nicht nur der Bürgermeister beglückt. Auch die Fraktionsspitzen von CDU, Freie Wähler und FDP, die sich für die Straße in den Wahlkämpfen massiv eingesetzt haben, zeigten sich zufrieden mit der Entwicklung. Der Rathauschef rechnet damit, dass der erste Spatenstich wohl erst im Jahr 2019 erfolgen könnte. Freigegeben werde die Ortsentlastungsstraße zu Beginn des neuen Jahrzehnts.

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Ralph Keim
Seit ihrer ersten Ausgabe bin ich in verschiedenen Bereichen engagiert bei der Lokalen Zeitung. Heute verantworte ich die Ausgaben „Mainz-Mitte“ außerdem „Hessen“ und „Rhein“. „Die lokale Berichterstattung ist für mich immer wieder etwas Besonderes, da man hier ganz nah an den Menschen ist“, möchte ich, Jahrgang 1964, meine Arbeit beschreiben. „Außerdem ist Mainz eine tolle Stadt mit einem tollen Umfeld.“