Wir räumen auf. Einen Tag vor den Weihnachtsurlauben entledigen wir uns allerlei angesammelter Dinge. Säcke voller Papier füllen sich mit Vorhaben, die unerledigt liegen blieben oder zielführend zum Einsatz kamen. Notizzettel für Dringliches, Visitenkarten wichtiger Kontakte, alte Zeitungen bemerkenswerten Inhalts, Protokolle entscheidender Sitzungen, Ausdrucke jeglicher Art als Gedächtnisstütze, Prospekte zum Anschauen und was sich alles da stapelt. Die papierne Ablage, die so manche Ecke ziert, wird mit einem Blick zum Abfall degradiert.
Auch die Menschen, die sich gar nicht gerne von dermaßen liebgewonnenen Schätzen trennen können, müssen ran. Man könnte doch vielleicht noch das ein oder andere gebrauchen. Aber würde man sich dann dieses einen Stückes erinnern und sogar den Stapel benennen können, wo das geschätzte Dokument zu finden wäre? Andere gehen wie mit dem Rasenmäher über Schreibtisch und Regalfächer. Egal welcher Typ, allen bleibt, dass wir stetig bereit sind, zu viel Ballast mit uns rumzutragen auf Kosten einer qualitativen Selektion. Schnell etwas aufzuheben, bedeutet aber auch, sich damit nicht richtig auseinandersetzen zu müssen. Erst einmal zur Seite zu legen, beruhigt zwar das Gewissen, ist aber keine Garantie, dass man im richtigen Moment darauf zurückgreifen kann. Die heutige Informationsflut allerdings zwingt uns zu einem solchen Hamsterverhalten. Doch verwerten können wir zumeist das Wenigste davon. Deshalb entlastet so ein Aufräumtag zumindest für kurze Zeit unser Gewissen und macht Platz für das Ansammeln von neuen Dokumenten.

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Redaktion
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