Ortsvorsteher Gerd Strotkötter ehrte in Namen des Ortsbeirates das Laubenheimer Umwelt-Team mit dem Bürgerpreis. Foto: Helene Braun

Laubenheim – Am 2. Mai 2011 veränderte sich das Leben in Laubenheim. Seit diesem Tag sorgt das Laubenheimer Umwelt-Team (LUT) unter Leitung von Wolfgang Stampp für Sauberkeit im Stadtteil. Nun ehrte Ortsvorsteher Gerd Strotkötter ehemalige und aktuelle Helfer im Team mit dem Laubenheimer Bürgerpreis. Die Schulaula war dafür gut gewählt, denn viele waren gekommen, diesem feierlichen Akt beizuwohnen. Von 2011 bis heute hat die Gruppe 2528,5 ehrenamtliche Arbeitsstunden abgeleistet und 31.960 Kilo Müller entsorgt, das sind mehr als 30 Tonnen.

Auf dem Longchamp-Platz trafen sie sich, „alles Männer im besten Alter. Mit schwerer Ausrüstung, mit klarem Blick und großer Tatkraft wollten sie beginnen, was sie sich vorgenommen hatten“, wie Strotkötter farbenfroh beschrieb. Es sind heute: Josef Möhn, Wolfgang Schäfer, Heinz Kitzer, Kurt Heeger, Wolfgang Stampp, Peter Pferdekemper, Johannes Weigmann und Rainer Krining. Strotkötter stellte klar: „Es ist keine Ehrung für Verdienste in den Vereinen, der Politik oder der Kirche, sondern für Verdienste um die Laubenheimer Ortsgemeinschaft.“ Auf Vorschlag von Bürgern wurde das Umwelt-Team von einem unabhängigen Gremium ausgewählt. Es ist der fünfte Bürgerpreis in der Geschichte Laubenheims.

Erfreut ist Wolfgang Stampp über die Ehrung, enttäuscht aber über das Laubenheimer Umweltverhalten. Foto: Helene Braun

Sprecher Wolfgang Stampp bedankte sich für die Gruppe und führte aus: „Unsere Aufgabe sehen wir nicht nur darin, Mülleimer zu leeren in Bereichen, die die Stadt Mainz nicht mehr leisten kann. Wir pflegen auch Bänke, restaurieren sie oder setzen bei Bedarf neue. Regelmäßig suchen wir Kinderspielplätze, den Ortsmittelpunkt und auch den Laubenheimer Park zur Reinigung auf.“ Leider habe er nicht das Gefühl, dass sich die Situation in Laubenheim bezüglich Sauberkeit wesentlich gebessert habe.
Im Januar wurden auf dem Erich Koch Höhenweg, dem Weg oberhalb des alten Friedhofs, die Natorampe und der Park, die Reste des Silvesterfeuerwerks beseitigt. Trotz Schnee und widriger Umstände kamen 190 Klio zusammen. Der Weihnachtsbaum auf dem Marktplatz wurde aufgestellt und im neuen Jahr wieder abgeschmückt, zerkleinert und entsorgt. Im Spätherbst wurden die Blumenkübel der Ortsverwaltung entsorgt und im Frühjahr wieder neu bepflanzt aufgestellt. „Auch beim „Dreck weg Tag“ der Stadt Mainz sind wir mit einem kleinen Team vertreten“, so Stampp.

Ohne den von der Firma Zöller Kipper zur Verfügung gestellten Kleintransporter ginge es allerdings nicht, wie Stampp und auch Strotkötter betonten. Unterstützend ist Stadtteilhelfer Heiko Pippi tätig und wenn alle Stricke reißen, auch Gerd Strotkötter und der ehrenamtliche Stadtteilhelfer Paul Stenner. Auch er durfte sich über eine Ehrung freuen.

Am Ende stand die Bitte Stampp an die Bevölkerung, sich der Umwelt sorgsamer anzunehmen: „Zigarettenkippen, Plastik und Glas verrotten nicht in der Natur. Dieses Erbe übergeben wir unseren Kindern und Kindeskindern!“ Persönlich enttäuscht sei er über den Zustand des Parks. „Wie dieser innerhalb von nur einer Woche immer wieder so verschmutzt werden kann, schreit zum Himmel. Das Gleiche gilt für die Natorampe nebst Grillplatz.“

Teilen
Vorheriger ArtikelZahlreiche Wünsche wurden erfüllt
Nächster ArtikelEin farbenfroher Nachmittag
Helene Braun
Seit 2003 bin ich für die Lokale Zeitung journalistisch tätig. Von 2014 bis Ende 2018 war ich Redaktionsleiterin für die Mainzer Stadtteile und die Verbandsgemeinde Bodenheim. Meine heutigen Schwerpunkte liegen auf allem, was im und vor Ort geschieht und für die Leser interessant ist. Dies sind Berichte, Reportagen und Fotos aus Lokalpolitik, Wirtschaft, Gesellschaft, Kultur, Vereinen, zu besonderen Events und kuriosen Begebenheiten.