Von den SchülerInnen zusammengetragene Wünsche werden in einer Kapsel in die Mauer der neuen Sporthalle einzementiert. V.li. Luzia Pahle, Dr. Stefanie Hubig, OB Michael Ebling, Dr. Eckart Lensch, Sabine Flegel. Foto: Elke Fauck

GONSENHEIM – Seit mehr als 50 Jahren existiert die Peter-Jordan-Schule in Mainz. „Seither steht der Name für die gelungene ganzheitliche Förderung und Entwicklung geistig behinderter Kinder in unserer Stadt“, sagte Oberbürgermeister Michael Ebling in seiner Begrüßungsrede anlässlich der Einweihungsfeier des im Sommer 2017 fertiggestellten Neubaus, in dem seit vergangenen August rund 65 SchülerInnen unterrichtet werden.

Dass diese Schule nicht einfach nur ein Ort zum Lernen, sondern auch zum Leben sei, der den besonderen Notwendigkeiten seiner Schüler auf vielfältige und eindrucksvolle Weise gerecht werde, fügte Ebling hinzu. Der Oberbürgermeister ist von dem Neubau und besonders dem „Snoezelraum“ fasziniert. Letzteren wünsche er sich auch für das Rathaus, fügte er augenzwinkernd hinzu.
Die Schülerinnen und Schüler verfügen über Gymnastik-, Therapie- und Werkräume sowie eine Lehrküche.
Die Gesamtkosten für den Neubau mit rund 7,1 Millionen Euro sowie weitere ca. 2,3 Millionen Euro für den Bau der Einfeldsporthalle seien optimal investiertes Geld, dankte OB Ebling der finanziellen Unterstützung des Landes.
„Die neue Schule ist barrierefrei und eröffnet den Schülerinnen und Schülern beste Lebens-, Lern- und Handlungsräume“, verkündete die rheinland-pfälzische Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig.

Wie Schulddezernent Dr. Eckart Lensch in seiner Rede erklärte, verfasste der Mainzer Buchdrucker Peter Jordan bereits im Jahre 1533 einen Text über Sonderpädagogik. Dieses Konzept rückte nach Inkrafttreten der allgemeinen Schulpflicht in abgewandelter Form wieder in den Vordergrund. Auch Ortsvorsteherin Sabine Flegel wünschte den Schülerinnen und Schülern eine schöne Zeit, in der sie viel für das Leben mitnehmen können. „Wenn aus Steinen Herzen werden, hat das Glück `ne Chance auf Erden“ – das Lied von der Schulband war die passende Aussage.
Allgemeine Dankesworte der Schulleiterin Luzia Pahle waren die Überleitung vom Vollendeten zur Zukunft, denn der Weg führte zum „Spatenstich“ für die neue Turnhalle. Zwar steht schon das Fundament, doch die Ehrengäste zementierten eine Kapsel ins Mauerwerk, die ein von den SchülerInnen erstelltes Plakat mit Wünschen für die neue Halle enthielt. Basketballkorb, Klettergerüst, Schaukel, Rutschbahn, Tischtennisplatte, Ruhebank und sogar Blumen waren auf der Collage zu sehen. Was sich da wohl alles realisieren lässt?

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Elke Fauck
Seit November 2013 arbeite ich als freie Mitarbeiterin für die Lokale Zeitung. Hauptsächlich schreibe ich für Gonsenheim, Mombach und Finthen – aber auch gelegentlich andere Vororte oder die Innenstadt. Ich favorisiere kulturelle Veranstaltungen wie Vernissagen, Konzerte etc., auch während der Fastnachtszeit bin ich sehr gerne für die Lokale unterwegs. Doch die Mischung macht’s – deshalb berichte ich über alle Themen.