Der Barocksaal gleicht einer prächtigen Krippenlandschaft. Das Bild zeigt im Vordergrund die Vierzehn-Nothelfer-Kapelle Krippe ausgeschmückt von Ludwig Müller. Foto: Claudia Röhrich

Gonsenheim – Da staunten die kleinen ebenso wie die großen Besucher nicht schlecht. Die Vielfalt war beeindruckend, die liebevoll aufgebauten 27 Krippen von Gonsenheimer und aus näherer Umgebung stammender Künstler zeugten von viel Arbeit, dem Bewahren von Traditionen und großer Kreativität. In der ersten Dezemberhälfte fand im barocken Rathaussaal in Gonsenheim die 15. Krippenausstellung seit 1979 mit selbst gestalteten Krippen aus aller Welt statt.

Organisiert wurde diese Ausstellung, die nur alle drei Jahre präsentiert wird, von Hermann Weingärtner und seiner Gattin Karin sowie Ludwig Müller. Alle drei stellen selbst aus, gestickte Krippenkunstwerke stammen aus der Nadel von Karin Weingärtner, die alpenländische Schneekrippe vom Gatten und Gonsenheimer Fassaden, wie Rathaus und Kapelle, von Ludwig Müller. Viele der hier aufgebauten Krippen sind im Privatbesitz und werden über die Weihnachtstage auch bei ihren Besitzern zu Hause wieder aufgebaut sein. In einem ausliegenden Krippenführer wurden die einzelnen Krippenbauer und die jeweiligen zugehörigen Krippen dem Besucher erklärt.

Es duftete nach Tannen und Kerzen und die Ausstellungseröffnung wurde untermalt von weihnachtlicher Musik. Fließende Bäche, Wasserfälle und flackernde Kochstellen rückten fast jede der aufgebauten Krippen in das rechte Licht. Gerne hätte Karin Weingärtner die Krippe aus der Kapelle vom alten Hildegardis-Krankenhaus gezeigt, dies hat leider nicht funktioniert, so dass dafür die schmucke Krippe aus der Kapelle des St. Vincenz- und Elisabeth Hospitals an deren Stelle rückte.

Zu einem Glanzlicht der Ausstellung zählte eine orientalische Krippenlandschaft mit Grotte, die Figuren waren aus Berkalith sowie Holz gearbeitet. Die Arbeiten wurden eigenhändig unter Verwendung der verschiedensten Materialien und Anwendung verschiedener Techniken hergestellt. Es entstanden dabei individuelle, dekorative Unikate, die die Geburt Jesus darstellen.

Spenden sammelten die drei Organisatoren für die Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe e.V., wie schon ihr Vorgänger Markus Becker.

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Seit Februar 2015 bin ich als freie Journalistin bei der Lokalen Zeitung tätig. Zuvor arbeitete ich nach meinem Informatikstudium viele Jahre als IT-Koordinatorin. Seit zwei Jahren bin ich als freie Journalistin im Deutschen Fachjournalistenverband (DFJV) akkreditiert. Die in vielerlei Hinsicht anspruchsvollen oder originellen lokalen Veranstaltungen motivieren mich bei Recherche und Verfassen meiner Artikel.