Bei den umfangreichen Sanierungen des Alten Rathauses in Nieder-Ingelheim wurde jetzt Richtfest gefeiert. Foto: Ralph Keim

INGELHEIM – Die Stadtmitte glich lange Zeit einer einzigen Baustelle. Doch auch anderswo in Ingelheim waren beziehungsweise sind die Bauarbeiter gut beschäftigt, im Winzerkeller beispielsweise. Oder auch im Alten Rathaus in Nieder-Ingelheim.

Dort wurde jetzt Richtfest gefeiert. Traditionell durfte dabei der Richtspruch nicht fehlen, dargeboten von Zimmermeister Christoph Coridaß und Rohbauer Gerd Diehl. Die Sanierung des Daches und des historischen Dachstuhls des Alten Rathauses sind inzwischen fertig gestellt. Die Dacheindeckung war ebenfalls sanierungsbedürftig und wurde nach historischem Vorbild weitestgehend erneuert.

Bekannt ist das Alte Rathaus von Nieder-Ingelheim weit über die Grenzen durch hochkarätige Ausstellungen, beispielsweise die „Internationalen Tage“. Der entsprechende Raumbedarf und die Ausstattung und Größe der Räume muss bei der Sanierung berücksichtigt werden. Nach Ende der Sanierung stehen zusätzliche Ausstellungsflächen und ein erweitertes Foyer zur Verfügung. Die Barrierefreiheit ist selbstverständlich. Wegen der Beschaffenheit mancher Objekte sorgt eine ausgeklügelte Klimatisierung für gleichbleibende Temperaturen. Außerdem ist es dann möglich, während einer Ausstellung gastronomische Angebote anbieten zu können.

Im Untergeschoss werden Besuchertoiletten, Garderoben und Nebenräume geplant, sowie ein neuer unterirdischer Ausstellungsraum. Im Dachgeschoß und in einem unterirdischen Zwischengeschoss (dem sogenannten Kriechkeller) befinden sich die haustechnischen Anlagen.

Oberbürgermeister Ralf Claus zeigte sich zufrieden mit dem Baufortschritt. Der notwendige Denkmalschutz habe das Projekt zwar kompliziert gemacht. Alle Probleme seien allerdings gelöst worden. Der verantwortliche Architekt, Ernst Ulrich Scheffler aus Frankfurt, betonte, dass es wichtig sei, das Alte Rathaus notwendigen Veränderungen zu unterziehen.

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Ralph Keim
Seit ihrer ersten Ausgabe bin ich in verschiedenen Bereichen engagiert bei der Lokalen Zeitung. Heute verantworte ich die Ausgaben „Mainz-Mitte“ außerdem „Hessen“ und „Rhein“. „Die lokale Berichterstattung ist für mich immer wieder etwas Besonderes, da man hier ganz nah an den Menschen ist“, möchte ich, Jahrgang 1964, meine Arbeit beschreiben. „Außerdem ist Mainz eine tolle Stadt mit einem tollen Umfeld.“