Jam-Session beim Musikerflohmarkt im „Yellow“. Foto: Gregor Starosczyk-Gerlach

INGELHEIM – Es gibt so etwas wie ein Mekka für Musiker. Für alle, die den Musikerflohmarkt in Ingelheim kennen, stimmt der Vergleich weitgehend. Für alle anderen kann die Veranstaltung, bei der man gute Schnäppchen machen kann und interessante Angebote rund um handgemachten Rock und Pop sowie andere Stilrichtungen findet, sollte der Flohmarkt ein Muss im Kalender werden.

Vor einigen Jahren ins Leben gerufen, steigert das Event seinen Bekanntheitsgrad immer mehr, der nun auch Eschwege erreicht hat. Peter Klebe ist aus Nordhessen mit seiner „Musicfactory“ und unterstützt von der Gattin extra in die Rotweinstadt angereist. „Wir haben bisher ein gutes Geschäft gemacht“, freuen sich beide. Im Gepäck haben sie gebrauchte und glänzend aufpolierte Gitarren mitgebracht, jede selbstverständlich mit einem neuen Satz Seiten.

Überall im großen Saal des Jugend- und Kulturzentrums „Yellow“ stehen Gitarren, Saxofone, auch Posaunen oder Schlagzeugutensilien. Instrumentensammler und -bauer fachsimpeln um die Wette. Dazwischen das interessierte Volk, das hier alles in die Hand nehmen und auf Herz und Nieren prüfen kann.

Die meisten Verkäufer, die ins „Yellow“ gekommen sind, kenne sich seit Jahren. Die meisten sind auch Musiker. Begeisterung trifft Gleichgesinnte. Manfred Störkel kommt aus Partenheim. Die Bands „Sixties“ und „M und M“ sind mit seinem Namen verbunden. „Es ist heut mehr los als in den Anfängen des Flohmarkts“, sagt er. Zugegeben. Im Vergleich zu den Anfängen ist das Angebot gewachsen und ein Stück weit professioneller geworden.

In der Cafeteria erklingt unterdessen Live-Musik. Eine spontane Jam-Session. Wer will, kann mit seinem Instrument vors Publikum treten. Der Blues klingt wunderbar. Auch Werner Frank hat zur schwarzen E-Gitarre gegriffen. Der Mann mit dem grauen Zopf, der bei der Kreisjugendpflege des Landkreises Mainz-Bingen tätig ist, kann getrost als der Vater der Veranstaltung gelten. So wie er auch die Hauptverantwortung für den Wettbewerb für rheinhessische Nachwuchsbands, „Rock-n-Pop-Youngsters“, unter seinen Fittichen hat. Den Flohmark wurde übrigens für das Wochenende datiert, an dem die Bewerbungsfrist für den genanten Wettbewerb abläuft. Ein guter Zeitpunkt für Musiker, um sie mit neuer Waren einzudecken.

Teilen
Vorheriger ArtikelRichtfest am Alten Rathaus
Nächster ArtikelDrogendealer beim Ladendiebstahl erwischt
Gregor Starosczyk-Gerlach
Ich schreibe und fotografiere seit 2013 für die Lokale Zeitung. Die Begeisterung für die Lokalmedien entdeckte ich während des Studiums der katholischen Theologie und habe seit 2007 für Lokalzeitungen, öffentliche Einrichtungen und Online-Medien gearbeitet. Mich fasziniert der wunderbare Alltag. Unterwegs bin ich für Themen in Ingelheim, VG Heidesheim, Budenheim, Rheinhessen, in Mombach, Ebersheim, Hechtsheim.