Direkt am Eingang der Freien Waldorfschule in Finthen verkauften Sechs- und Siebtklässler Tombolalose und teilten die Gewinne aus. Foto: Helene Braun

Finthen – In der Turnhalle stellen traditionell die Eltern der Waldorfschüler und die Schüler selbst aus, in den Klassenräumen findet man Kreatives und Nützliches zum Kaufen, Initiativen präsentieren sich wie Armut und Gesundheit, der Verein Tansania Matanana oder Fallschirm Mensch. Direkt am Eingang der Freien Waldorfschule in Finthen verkauften Sechs- und Siebtklässler Tombolalose und teilten die Gewinne aus. Wären die Hinweisschilder und der Basarplan nicht gewesen, ein Ortsunkundiger hätte sich verirren können in der Vielfalt an Angebot, Programm und Information.

Neu hinzugekommen ist das Kunsthaus. Hier konnte man nicht nur tolle Gemälde bewundern, sondern auch im Café Platz nehmen, im stylischen Art Café nämlich. Für die Verkaufsstände scheint nicht jeder in Betracht zu kommen. Nur ausgesuchte und ökologisch bewusste Hersteller kamen hier zum Zug. Alpakastrickwaren, besondere Seifen oder hochwertige Taschen aus der Lederwerkstatt lockten viele Besucher an ihre Stände. Eine Stuhlflechterin bot live Einblick in ihre Arbeit. Natürlich warteten Eltern und Schüler wie immer mit einem reichhaltigen Angebot an Dekowaren auf. Adventsschmuck und selbst Gebackenes fand hier rege seine Abnehmer, während andere Besucher sich auf der Bühne in der Teestube an allerlei Exotischem gütlich taten. Auch für eine ansprechende Dekoration war gesorgt, so dass jede der Cafébars und Restaurants ein eigenes Flair erhielt. Im Blauen Haus gab es Puppenspiel für Kinder.

Unter dem selbst Hergestellten fand sich neben Plätzchen und Marmelade sogar frisches Brot, das die Familien der Schüler verkauften. Foto: Helene Braun

Der angegliederte Waldorfkindergarten bot Märchenspiel und ein Zwergencafé im Zwergenreich sowie Punsch und Waffeln an. Auch wer, vielleicht angeregt durch die vielen schönen Dinge, selbst einmal tätig werden wollte, konnte im Bastelhaus Kerzen ziehen oder in der Druckerwerkstatt Kunst produzieren. Schon einmal mit Pfeil und Bogen gejagt? Hier gab es eine große Auswahl an selbst Hergestelltem zu bestaunen und zu erwerben. Zusätzlich konnten Eltern noch in einer Musterklasse das Schulkonzept kennenlernen. Und: Schüler der Klassen 7 bis 11 arbeiten an der Gründung einer Schulfirma. „Walforma“ soll sie heißen und wer mehr wissen möchte, kann am 28. Februar, 18 Uhr, bei der Gründung dabei sein und sogar Teilhaber werden. Der Termin kann noch geändert werden. Infos unter www.fws-mainz.de.

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Helene Braun
Seit 2003 bin ich für die Lokale Zeitung journalistisch tätig. Von 2014 bis Ende 2018 war ich Redaktionsleiterin für die Mainzer Stadtteile und die Verbandsgemeinde Bodenheim. Meine heutigen Schwerpunkte liegen auf allem, was im und vor Ort geschieht und für die Leser interessant ist. Dies sind Berichte, Reportagen und Fotos aus Lokalpolitik, Wirtschaft, Gesellschaft, Kultur, Vereinen, zu besonderen Events und kuriosen Begebenheiten.