In Spiellaune präsentierten sich die Blechbläser der Concordia beim Jahreskonzert im Bürgerhaus. Foto: Oliver Gehrig

KOSTHEIM –.In den Urwald entführte jetzt der Musikverein Concordia 1920 Kostheim. „Im Dschungel der Noten“ lautete das Motto des Jahreskonzertes im gut gefüllten Bürgerhaus, zu dem Vorsitzender Christoph Stoiber zahlreiche Ehrengäste wie Ortsvorsteher Stephan Lauer, Stadtrat Axel Imholz, den Ehrenvorsitzenden Josef Ettingshausen und den Chorgruppenvorsitzenden Franz Vogler begrüßte. „Eine neue Partitur ist manchmal ein Notendschungel“, erläuterte die gut aufgelegte Moderatorin Stephanie Gönder den Hintergrund zur Mottowahl. Die frühere Kostheimer Weinkönigin führte souverän und charmant durchs Programm und hatte zu jedem Musikblock interessante Informationen parat.

Los ging das abwechslungsreiche Konzert mit dem schmissigen Lied „Die Bluesfabrik“. Die rund 40 ganz in Schwarz gekleideten Musiker und Musikerinnen des großen Orchesters unter Leitung von Stefan Menges spielten Blues und Swing in sehr unterschiedlichen Tempi. Dazu riefen die Zuhörer „Sing the Blues“. Weiter ging es mit dem eher getragenen „Ein Abend am Meer“. Bei diesem ruhigen, beschaulichen Werk war der Sonnenuntergang förmlich greifbar. Sogar Mitschunkeln wäre möglich gewesen. Passend zur Mottowahl war übrigens auch die originelle Bühnendekoration: Mehrere große Palmen zierten die Bühne, und an der Decke hing ein grünes Tarnnetz mit vielen Musiknoten drin. Bei der Concordia stimmen eben auch die Details.

Ein Highlight war das Musikmedley der vor allem in den 90er-Jahren beliebten deutschen Gruppe Pur. Die Zuhörer erkannten in diesem Musikmix stilvoll aneinandergereihte Hits wie „Wo sind all die Indianer hin?“, „Ich lieb dich“, „Lena“ und natürlich das „Abenteuerland“. Im Gegensatz dazu stand die Westernmusik aus „Die glorreichen Sieben“. Bei diesem Leinwandklassiker von 1960 verlieren vier der sieben Helden ihr Leben, teilte Stephanie Gönder mit.

Zwischendurch wurden verdiente Jubilare für 25 Jahre und 40 Jahre Mitgliedschaft geehrt. Sogar stolze 50 Jahre die Treue halten der Concordia Heinz Eckes, Hans-Peter Kaufmann, Klaus Keller, Josef Renkel und Kurt Repkow.

Im zweiten Teil des Konzertes zeigten auch die 27 jungen Musiker und Musikerinnen des Nachwuchsorchesters „Popcorn“ unter dem Dirigat von Walter Kremb zu „Ein Freund wie ich“ aus dem Disneyfilm „Aladdin“ ihr Können. Mit einem Frank-Sinatra-Medley, dem Bugs-Bunny-Lied und dem großen Finale endete das schwungvolle Jahreskonzert, bei dem alle Musikfreunde auf ihre Kosten kamen.

Die „Popcörner“ üben übrigens dienstags ab 18.45 Uhr im Proberaum der Concordia im Bürgerhaus, Eingang Berberichstraße. Ein unverbindliches Reinschauen ist ausdrücklich erwünscht. Von 20 bis 22 Uhr ist dann das große Orchester an gleicher Stelle dran. Weitere Infos gibt’s unter www.musikverein-concordia.de.

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Ich bin gebürtiger Mainzer, Jahrgang 1967 und seit mehr als 20 Jahren hauptberuflich journalistisch in den Bereichen Politik, Wirtschaft, Kultur und Sport tätig. Für die Lokale Zeitung berichte ich seit 2014 aus Bretzenheim, Hechtsheim, Lerchenberg, HaMü, AKK und der Oberstadt sowie aus Finthen und Gonsenheim. In meiner Freizeit fahre ich gerne Fahrrad. Weitere Hobbies sind Tennis, Fußball und Aquaristik.