Eine Lightshow unterstützte das farbenfrohe Programm des Chores Contakte. Foto: Helene Braun

Nackenheim – Voll bis auf den letzten Platz zeigt sich die Carl-Zuckmayer-Halle. Im Halbdunkel schreiten Sängerinnen und Sänger auf die magenta-blau beleuchtete Bühne mit dem Contakte-Logo: Chorgesang der bewegt. Im Rahmen des Jubiläumsjahres zum 160-jährigen Bestehen des MGV 1857 bildet das Konzert des jungen Chores Contakte den feierlichen Abschluss zusammen mit dem Tag der Chöre. Imme mehr Sängerinnen und Sänger betreten die Bühne, rund 70 Menschen. Welcher Chor kann heute solche eine Fülle aufweisen? Und dazu noch eine Band mit Rainer Wahl am Klavier? Mit einem besonderen Festprogramm, gewürzt mit vielen anrührenden Soli, würdigt der Chor Contakte unter Leitung von Jonathan Hofmann die älteren Sangesbrüder festlich wie zukunftsweisend. Mit Gospels und Pop singen sie sich direkt auch in die Herzen der Zuhörer.

Sie starten mit „Majesty hallelujah“ begleitet von einer einnehmenden Light-Show, die den gesamten Auftritt begleitet und ihm zusätzlichen Glanz verleiht. Temperamentvolle und temporeiche Stücke folgen wie „Can´t stop the Feeling“ von Justin Timberlake oder das anrührende Angels von Robbie Williams. Nicht fehlen darf das einzige Gebet, das Jesus seine Jünger selbst lehrte, das Vater unser, das mittlerweile in alle Sprachen, sogar ins „Klingonische“ übersetzt wurde. „Glory“ von John Legend ist ein Prog-Rap-Mix mit Antje Schneider und Vanessa Brandenburg als Solistinnen. Beim Publikum kommt das super an genau wie das innige „Wrap your Arms around me“ mit allen Solistinnen.

Jonathan Hofmann kann nicht nur dirigieren, er kann auch singen. Foto: Helene Braun

Aber Jonathan Hofmann kann nicht nur sehr anschaulich und geschmeidig dirigieren, er kann auch singen. Das tat er mit Eva Büschelberger, die die Solisten ausbildet. Ihnen wird ein ganzer Block gewidmet. Bewegend im Wortsinn wird es für das Publikum, als Hofmann einen Spaß mit dem Publikum macht, es muss aufstehen und Throw and Catch, Werfen und Fangen, simulieren, kurz bevor der absoluten Höhepunkte zu hören ist. „I Love my Life“.

Jonathan Hofmann greift auch in die Vergangenheit, denn im nächsten Jahr leitet er den Chor bereits zehn Jahre. „Ich war mitten im Studium und es war mein erster Chor, aber ich hatte eine Riesenlust, das Projekt anzugehen.“ Mittlerweile blickt er auf drei Chöre und ist in ganz Deutschland unterwegs. „Was aber bleibt, ist“, so Hofmann, „hier hat alles angefangen.“

Teilen
Vorheriger ArtikelNicht vor dem Jahr 2019
Nächster ArtikelTäter täuschen Wasserrohrbruch vor
Helene Braun
Seit 2003 bin ich für die Lokale Zeitung journalistisch tätig. Von 2014 bis Ende 2018 war ich Redaktionsleiterin für die Mainzer Stadtteile und die Verbandsgemeinde Bodenheim. Meine heutigen Schwerpunkte liegen auf allem, was im und vor Ort geschieht und für die Leser interessant ist. Dies sind Berichte, Reportagen und Fotos aus Lokalpolitik, Wirtschaft, Gesellschaft, Kultur, Vereinen, zu besonderen Events und kuriosen Begebenheiten.