Beim Helfen ist Hedwig Gebhart (vorne) immer dabei wie hier beim SPD-Heringsessen. Foto: Helene Braun

Laubenheim – Wie oft suchen die Vereine händeringend nach Helfern! Wer da eine Hedwig hat, hat es gut. Die Rede ist von Hedwig Gebhart, treues Mitglied von AWO und SPD in Laubenheim. Auch beim Brotkorb ist die 84-Jährige seit sieben Jahren und von Anfang an dabei, und eins hat sie gelernt in ihrem Leben: „Anderen zu helfen, ist genau mein Ding. Da bin ich mit Herz und Seele dabei.“ Nun könnte man meinen, sie sei eine aus den hinteren Vereinsreihen. Das Gegenteil ist der Fall.

Hedwig Gebhart gehört seit 19 Jahren dem SPD-Ortsverein an, ist seit vier Jahren Vorstandsmitglied, Der AWO ist sie 20 Jahre treu und sicherte sich direkt nach Eintritt einen festen Platz im Vorstand. Dass sie sich deswegen zu fein zum Arbeiten wäre, kommt der freundlichen Frau gar nicht in den Sinn. SPD-Vorsitzender Ralf Geißner lobt: „Wenn gefeiert wird, ist Hedwig immer am Ball.“ Und damit meint er nicht das Feiern, sondern das, was dafür zu tun ist. AWO und SPD seien in Laubenheim in Personalunion betreut: „Wir helfen uns gegenseitig.“

Ob beim Bratwurst-Verkauf der AWO beim Rebblütenfest oder beim Reibekuchen-Backen an der Kerb, Hedwig Gebhart harrt mit am längsten am Stand aus. Genauso wie beim Wahlkampf in der SPD. Aber nicht nur in den Vereinen ist die rührige Frau aktiv, auch auf ihre Nachbarn achtet sie. So konnte sie einen ihrer Nachbarn retten, weil ihr auffiel, dass er sich länger nicht meldete. Ein Stück Gerechtigkeitssinn steckt wohl auch hinter Gebhart guten Taten, denn das Wahlkampfthema der SPD „Mehr Zeit für soziale Gerechtigkeit“ wohnt ihrem Wesen inne. Das ist es auch, was sie in der SPD hält.

Hedwig Gebhart. Foto: Helene Braun

Kalligraphie ist ihr Hobby, das Helfen für Hedwig Normalität. Geißner sagt: „Sie muss nicht aufgefordert werden und sie ist immer da, wenn man sie braucht.“ Geißner bezeichnete sie als die gute Seele von Laubenheim. Mit Reiseführer Klaus-Dieter Rank organisiert sie AWO-Reisen und hat dabei die Aufgabe, für einen ausgebuchten Bus zu sorgen. Dazu nutzt sie auch ihre persönlichen Kontakte und so kommt es, dass es für die Fahrt nach Heidelberg an Weihnachten schon längst keine freien Plätze mehr gibt.

Für andere zu sorgen, hat Hedwig Gebhart schon durch ihre drei Kinder verinnerlicht, die sie nahezu allein großziehen und ernähren musste. Mit 18 Jahren kam Hedwig Gebhart nach Laubenheim. Sie arbeitete bei Soya in der Küche, dann im Labor und ließ sich dann noch als Telefonistin

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Helene Braun
Seit 2003 bin ich für die Lokale Zeitung journalistisch tätig. Von 2014 bis Ende 2018 war ich Redaktionsleiterin für die Mainzer Stadtteile und die Verbandsgemeinde Bodenheim. Meine heutigen Schwerpunkte liegen auf allem, was im und vor Ort geschieht und für die Leser interessant ist. Dies sind Berichte, Reportagen und Fotos aus Lokalpolitik, Wirtschaft, Gesellschaft, Kultur, Vereinen, zu besonderen Events und kuriosen Begebenheiten.