Der kürzlich erworbene Segelschein ihrer Tochter und ihr Urlaub in Cannes regten die Künstlerin zu maritimen Motiven an.

MOMBACH – „Als Kind ist jeder ein Künstler. Die Schwierigkeit liegt daran, als Erwachsener einer zu bleiben“. Dieses Zitat stammt von keinem geringeren als Pablo Picasso und sollte zum Nachdenken anregen.
1977 waren die Mombacher Hobbykünstler aufgerufen, sich zusammenzutun. „Alles ist leichter zu schaffen, wenn sich vielseitige Ressourcen und Erfahrungen bündeln“, sagte Gründungsmitglied Wolfgang Centmayer in seiner Begrüßungsrede anlässlich der 40. Jahresausstellung des Mombacher Künstlerkreises. „Eure Anwesenheit ist unser schönstes Geburtstagsgeschenk“, fügte Vereinsvorsitzende Nadja Holtberg hinzu. 19 Mitglieder und sechs Gastaussteller sorgten für ein vielfältiges Angebot.

Der Mombacher Turnverein glänzte als Hausherr mit einer hervorragenden künstlerischen Beteiligung in Form von Tänzen und Bewegungsspielen unter fachkundiger Anleitung von Andrea Roth. Roths Projekt „Bewegungskunst“ brachte der Sportlehrerin und vor allem den mitwirkenden Kindern und Jugendlichen viel Applaus.

Hauptsächlich bei den Gemälden kann man teilweise erkennen, womit die Künstler während des letzten Jahres ihre Freizeit verbracht haben. Ingrid Biegler, seit vielen Jahren Mitglied des Künstlerkreises und regelmäßig bei Ausstellungen dabei, hatte ihren diesjährigen Urlaub in Cannes verbracht und ihre Tochter hat kürzlich den Segelschein erworben. Kein Wunder, dass die neuesten Objekte der Malerin maritim angehaucht sind.

Edelsteinschmuck, Taschen Kosmetiktäschchen – alles Unikate mit viel Liebe zum Detail – konnte der Besucher von Kerstin Seib erwerben, die zum zweiten Mal als Gastausstellerin dabei war. Anne Hahn aus Hünstetten ist durch eine Bekannte auf den Künstlerkreis aufmerksam geworden und ist glücklich, eine alternative Plattform zum Internet für ihre kreativen Decken gefunden zu haben. Mit ihren wunderschönen Foto- und Patchworkdecken war sie für die Ausstellungsbesucher ein eyecatcher.

Da ihre Mutter Bildhauerin war, bekam Heidemarie Schenke das künstlerische Talent schon mit der Muttermilch vererbt. Mit fünf Jahren gestaltete sie ihr erstes Rüsseltier, doch später lag dieses Talent erst einmal auf Eis. Sie begann mit dem Zeichnen, später befasste sie sich mit Ölmalerei, gefolgt von Aquarell und Acryl. Die Kunstlehrerin malt gelegentlich Aquarellbilder, doch bietet Acryl ihrer Experimentierfreundlichkeit erheblich mehr Möglichkeiten. Immer wieder kommt die Künstlerin auf den Ton zurück und probiert gelegentlich neue Techniken aus. Die jüngsten Objekte haben eine etwas rauere Oberfläche.

Teilen
Vorheriger ArtikelTagesfahrt nach Wertheim
Nächster ArtikelJazzkonzert der besonderen Art
Elke Fauck
Seit November 2013 arbeite ich als freie Mitarbeiterin für die Lokale Zeitung. Hauptsächlich schreibe ich für Gonsenheim, Mombach und Finthen – aber auch gelegentlich andere Vororte oder die Innenstadt. Ich favorisiere kulturelle Veranstaltungen wie Vernissagen, Konzerte etc., auch während der Fastnachtszeit bin ich sehr gerne für die Lokale unterwegs. Doch die Mischung macht’s – deshalb berichte ich über alle Themen.