Bürgermeister Klaus Penzer (Mitte), flankiert von der Künstlerin Barbara Schauß und Erster VG-Beigeordneter Helmut Schmitt. Foto: red

OPPENHEIM – Das großrahmige Wasserrad symbolisiert treffend das Thema der neuen Kunstausstellung im Hause der VG Rhein-Selz. „Panta Rhei – alles fließt“ lautet der Titel von Barbara Schauß, die mit ihrer eindrucksvollen Malerei rheinhessische Landschaften, Flussläufe, Pflanzen und Häuser zu neuem Leben erweckt.

Die Stilrichtung der Künstlerin zeigt ihre Faszination für die Bilder der großen Impressionisten wie Monet und Renoir. Dementsprechend tritt die naturgetreue Wiedergabe gegenüber der fließenden Farbe zurück und es entsteht ein Lichtspiel zwischen Realität und Phantasie, gemäß dem Titel der Kunstausstellung „Panta Rhei – alles fließt: der Rhein, der Wein, die Farbe“.

Imposant thront die Katharinenkirche in ihrem blau-metallischen Farbenschimmer als Diptychon über dem Treppenhaus, direkt daneben das großformatige Mühlrad, das durch seine Jutebeigabe sowohl die rheinhessische Tradition des Mühlenwesens aufnimmt als auch durch die Beimischung rheinhessischer Erden die Fließbewegung in sich vereint.

Barbara Schauß legt Wert darauf, dass sie sich sehr intensiv mit der Geschichte unserer Region auseinandergesetzt hat und entsprechend hintergründig arbeitet. Sie malt nicht nur was sie sieht, sondern sie bringt auch immer die konkrete Historie mit ein. So kann man im Ratssaal auch die urtümliche „Seekuh Elsa“ bestaunen, deren Skelett im Alzeyer Museum ausgestellt ist und die als Letzte ihrer Art gilt.

Bis 2013 hat Schauß ausschließlich realistisch gearbeitet, danach kam die abstrakte und gleichzeitig großformatige Phase. Auch riesige Gemälde für draußen, die in Acryl auf Aluminium gearbeitet werden, gehören mittlerweile zu ihrer Spezialität.

Im Gegensatz zum Ursprung der Impressionisten arbeitet die Künstlerin nicht nur mit Öl, sondern auch mit Acrylfarben, denen sie oftmals noch diverse Erden der Region beimischt. Insofern finden sich auf ihren Gemälden teilweise bis zu 20 Schichten unterschiedlichster Farben und Materialien.

Die Ausstellung ist noch bis zum 13. Oktober zu den üblichen Öffnungszeiten der VG-Verwaltung zu besichtigen.

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