Der Tanz von Kerwelies mit dem Kerwemerkel war einer der Höhepunkte der Bischofsheimer Kerb. Foto: Ralph Keim

BISCHOFSHEIM – Bischofsheim im Kerbefieber: Noch bis Dienstag geht es im Ortskern rund. Eröffnet wurde das Spektakel mit dem Einzug des Kerbejahrgangs (begleitet von Kinder der Kita Birkenweg) ins Weindorf. Unglücklicherweise öffnete justament zu diesem Zeitpunkt der Himmel seine Schleusen und und es regnete.

Doch das tat der Stimmung keinen Abbruch. Zahlreiche Zuschauer kamen und rückten unter den Schirmen zusammen. Der traditionelle Tanz des Kerwemerkels mit seiner Kerwelies – und das sind in diesem Jahr Sven Gerbig und Christopher Peter, der dafür unter anderem eine blonde Perücke überziehen musste – ging diesmal unter dem schützenden Dach der Musikbühne über die Bühne.

Am Sonntag sah das Wetter schon wesentlich besser aus. Und so kamen doch etliche Zuschauer zum traditionellen Kerbewumzug. Und am frühen Abend gab es dann eine Neuerung: Beste Stimmung herrschte im Hof des Gesangsvereins Germania. Dort hieß es nämlich „BischeMer singe“. Bei diesem Wortspiel sind der Ortsname sowie „Wir singen“ zusammengefasst – allerdings in Dialektform. Das Rezept war einfach: Auf einer Leinwand liefen Texte bekannter Lieder ab, dazu spielte eine Band. Und die Besucher sangen lauthals mit.

Alles ausgedacht hatte sich Ilka Siebert, Aktive bei Happy Voices, dem modernen Chor der Germania. „Selbstverständlich wollen wir den einen oder anderen für das Chorsingen begeistern“, erläuterte sie. Ob das gelungen ist, werden die nächsten Proben zeigen. Ilka Siebert war es auch, die die Teilnehmer von „BischMer singe“ eifrig zum Mitmachen animierte, während Marlene Krethen am Keyboard, Christian Weber an der Gitarre und Sebastian Groß am Schlagzeug für die dazugehörige Livemusik sorgten.

Und tatsächlich kam „BischMer singe“ bestens beim Publikum an. Der von der Germania bewirtschaftete, unweit des Kerbeweindorfs gelegene Hof war so voll, dass manche gar keinen Sitzplatz bekamen.

Und so geht es mit der Kerb weiter: Am heutigen Montag wird ab 13 Uhr an der evangelischen Kirche Kaffee und Kuchen serviert. Ab 14 Uhr gibt es auf allen drei Kerbebühnen bis in die späten Nachtstunden Livemusik. Am Dienstag laden die Schausteller ab 16 Uhr bei reduzierten Preisen zum Familiennachmittag ein. Dann geht die Kerb zu Ende. Am kommenden Freitag, 8. September, nimmt der Kerbejahrgang Abschied von der Kerb. Ab 20.15 Uhr bewegt sich der Trauerzug durch Bischofsheim. Um 21 Uhr wird am Schwarzen Weg die Puppe der Kerwelies verbrannt.

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Ralph Keim
Seit ihrer ersten Ausgabe bin ich in verschiedenen Bereichen engagiert bei der Lokalen Zeitung. Heute verantworte ich die Ausgaben „Mainz-Mitte“ außerdem „Hessen“ und „Rhein“. „Die lokale Berichterstattung ist für mich immer wieder etwas Besonderes, da man hier ganz nah an den Menschen ist“, möchte ich, Jahrgang 1964, meine Arbeit beschreiben. „Außerdem ist Mainz eine tolle Stadt mit einem tollen Umfeld.“