Clara Holzapfel und Denis Wittberg sangen gemeinsam „Kleine Taschenlampe brenn‘“. Foto: Oliver Gehrig

KASTEL – Eine nostalgische musikalische Zeitreise in die 20er- und 30er-Jahre unternahmen jetzt rund 150 Besucher der AKK-Kulturtage im Theaterzelt an der Kasteler Reduit. Dort begeisterten der Kostheimer Denis Wittberg und seine Schellack-Solisten mit frühen deutschen Klassikern, romantischen Schlagern und Hits der Neuen Deutschen Welle. Das zehnköpfige Ensemble präsentierte sich in Höchstform und hätte eigentlich ein ausverkauftes Theaterzelt verdient gehabt. Leider blieben aber einige Plätze leer.

Los ging’s mit „Sternenhimmel“ von Hubert Kah, einem frühen Hit der Neuen Deutschen Welle von 1982. Auch Falcos „Der Kommissar“ erfreute die Zuhörer, insbesondere das schöne Klarinettensolo von Christian Seeger. Dabei spielte das Orchester die bekannten Hits nie nur einfach so nach, sondern präsentierte seine eigene Version dieser zeitlosen Klassiker, wie sie in den 20ern geklungen hätten. Zwischendurch stellte Denis Wittberg im antiquierten Sprachstil die einzelnen Solisten vor, etwa die virtuose Violinistin „Fräulein Clara Holzapfel“. Alle Musiker zeigten sich perfekt aufeinander abgestimmt, etwa das Bläserquartett mit Saxofon, Trompete, Klarinette und Posaune. Kontrabass, Gitarre, Flügel und Schlagzeug vervollständigten das Orchester. Humorig waren die Zwischenansagen von Denis Wittberg. „Die Liebe ist das Licht des Lebens“, bekannte er. „In der Ehe folgt die Stromabrechnung.“ Eine weitere Kostprobe: „Für eine kluge Hausfrau sind Hausfreunde nicht das Problem, sondern die Lösung!“ Damit hatte der Kostheimer die Lacher auf seiner Seite.

Im zweiten Konzertteil folgten der orientalische Foxtrott „Salomé“ und der deutsche Evergreen „In meiner Badewanne bin ich Kapitän“. Highlight des Abends war das Duett „Kleine Taschenlampe brenn‘“ von Clara Holzapfel und Denis Wittberg. Im Original hatten Markus und Nena diese romantische Ballade der 80er gesungen. Nach „Major Tom“ beendete dann „Ich kauf‘ mir eine Rakete“ das zweistündige Konzert. Natürlich gab es noch eine Zugabe: Der Evergreen „Mein kleiner grüner Kaktus“ der Comedian Harmonists und „Abschied nehmen fällt mir gar nicht schwer“ beendeten den vergnüglichen Abend.

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Ich bin gebürtiger Mainzer, Jahrgang 1967 und seit mehr als 20 Jahren hauptberuflich journalistisch in den Bereichen Politik, Wirtschaft, Kultur und Sport tätig. Für die Lokale Zeitung berichte ich seit 2014 aus Bretzenheim, Hechtsheim, Lerchenberg, HaMü, AKK und der Oberstadt sowie aus Finthen und Gonsenheim. In meiner Freizeit fahre ich gerne Fahrrad. Weitere Hobbies sind Tennis, Fußball und Aquaristik.