Schönes Weintrinkwetter lud zum Verweilen ein Foto: Margit Dörr

Harxheim – Das Weinhöfefest hatte in diesem Jahr bei der Eröffnung am Freitagabend unter starkem Regen zu leiden, dafür bescherte Petrus aber an den restlichen Tagen bis Montag bestes Weintrinkwetter.

An insgesamt acht Stellen – bei den Weingüter Frieß, Im alten Gutshof, Reßler, Ritzinger, Schenk, Steigerhof, Wolf und bei der SG 03 konnte der Harxheimer Wein genossen werden.

„Die Leute sind sehr durstig“, lachte Frank Weimer, der zur Familie des Weingutes Frieß gehört, das wie jedes Jahr den idyllischen Hof anlässlich des Weinfestes geöffnet hat. Weimer ließ es sich am Sonntagnachmittag nicht nehmen, die Oldtimer Traktoren zu begutachten, die vom Verein der Traktorfreunde Rheinhessen auf der Festmeile präsentiert wurden. Weimer selbst verriet, dass auch er seinen McCormick, Baujahr 1958, auf die Straße gestellt hatte.

Die alten Gefährte wirkten wie Magnete und sie wurden von vielen großen und kleinen Weinhöfefestbesuchern bewundert. Aber auch in den Höfen herrschte richtig viel Betrieb, so im Weingut Schenk, bei dem sich im Garten auch viele Kinder tummelten. Zum einen gab es hier eine Hüpfburg und zum anderen verkaufte der Förderverein der Kita Waffeln. In diesem Jahr ist das Weingut auch der Sitz der neuen Harxheimer Weinprinzessin Ann-Katrin I. Sie war am Freitagabend gekrönt worden. Ihr Vater Harald Schenk, zugleich der Vorsitzende des Heimat- und Verkehrsvereins, zeigte sich sehr zufrieden mit dem Besuch und der Stimmung in den Höfen und Straßen. Er berichtete von der Wanderung durch die Weinberge am Morgen und zeigte sich schon sehr gespannt auf den Abschluss des am Montagabend, der mit Dudelsack, Snare Drum und der Lyra Mainz-Ebersheim-Lörzweiler sowie dem Haschemer Schütz gestaltet werden sollte.

Ein toller Erfolg war auch das Chorfestival im Schertz’schen Hof, zu dem der Gesangverein Frohsinn anlässlich der 1250 Jahrfeier der Gemeinde eingeladen hatte. Zwölf Chöre unterhielten den ganzen Sonntagnachmittag über mit tollen Liedbeiträgen. „Sehr hübsch“ zeigte sich Nikola Neig, die Vorsitzende der Lörzweiler Chores POPconCHORdia, begeistert vom Ambiente des Hofes.

Typisch für das Weinhöfefest ist das Flanieren der Besucher durch die Straßen und die Höfe. Die künstlerischen Objekte, wie die Fotografien von Christian Kuhlmann im Weingut Schenk, die aus Stein gehauenen lebensgroßen Tiere von Steinbildhauermeister Claus Fay im Gästehaus des Weingutes Reßler, der selbstgefertigte Schmuck von Susanne Friedrich oder Christine Reich im Gästehaus Reßler beziehungsweise im Weingut Wolf sowie der Künstlermarkt im Garten des Alten Gutshofs sorgten beim Spaziergang durch das Dorf, vielleicht mit einem Glas Wein in der Hand, für Abwechslung.

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