Fröhliche Mainzer beim Rheinuferfest in Mombach. Oliver Mager (mit Mikro) unterhält Klein und Groß. Foto: Gregor Starosczyk-Gerlach

Mombach – Das Mombacher Rheinuferfest ist am Wochenende zehn Jahre alt geworden. Das tolle Programm hat nicht nur zahlreiche Mombacher und Mainzer begeistert. Vorbeigeschaut haben auch Gäste aus dem entfernten Norddeutschland. Unter die Besucher des Familientages – am Sonntag – mischte sich auch eine Familie aus Osnabrück. „Wir sind zu Gast bei unseren Angehörigen. Deren Tochter ist in dieser Woche in die erste Klasse gekommen“, erklärt Katharina Eimecke den Grund für die Stippvisite. Wenn das Rheinuferfest keine gute Gelegenheit ist, das fröhliche Mainz kennen zu lernen?

Gerade tritt Oliver Mager mit einem Konzert für die Kids auf. Die Stimmung ist toll. Das Wetter stimmt, auch wenn die Wolken immer wieder die Sonne verdecken. Mager bittet die Kinder, eine Polonaise vor der Bühne starten. „Wer von euch Kindern geht als Erster“, fragt er. Ein Junge meldet sich. Es geht los. Der Sänger steigt von der Bühne und mischt sich unters Publikum. Auch die Eltern haben sichtlich Spaß. Unterdessen bestellt die Osnabrücker Familie ein paar Leckereien. „Was ist denn Spundekäse?“, fragt Olaf Eimecke. Der großgewachsene Mann bekommt die Erklärung. Und schon hat das Fest zur Steigerung des Bekanntheitsgrades der hiesigen (Ess-)kultur über die Grenzen von Rheinhessen beigetragen. Zweifellos ist es ein willkommener Nebeneffekt der Veranstaltung, die in diesem Jahr den Eindruck erweckt, erquicklicher und noch facettenreicher zu sein.

Die Musik und gute Akustik rund um das Bühnenprogramm sind in gleicher Weise zu loben. Die Mühe und das Engagement, welche die Mombacher Vereine, die Organisatoren sowie die Ortsvorsteherin, Eleonore Lossen-Geißler (SPD), seit Jahren investieren, zahlen sich aus. Was zuallererst am Zuspruch abzulesen ist. Am Samstagabend verließen die letzten Gäste weit nach zwei Uhr (in der Nacht zum Sonntag) das beschauliche Vereinsgelände.

Unterdessen schaut Familie Eimecke auf der Abenteuerwiese vorbei. „Ich möchte gerne Zuckerwatte“, wünscht sich Lenja, die Tochter. Ihre zwei älteren Brüder scheinen sich allerdings ein wenig zu langweilen. In der Tat sind Angebote für Teenager etwas rar. Für das Schnupperpaddeln in einem Kanu müsste man eigentlich Ersatzkleidung mitbringen, bedenkt die Familie. „Die haben wir nicht.“ Dennoch geben sie dem Fest auf dem Nachhauseweg gute Noten mit der Bemerkung: „Irgendwie ist das Fest hier anders als bei uns“, sagt Katharina Eimecke. Warum, das sagt sie nicht. In der Erinnerung wird das idyllische Fleckchen in Mombach der Familie aber bestimmt bleiben.

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