Irmbert Schuler (Mitte) feierte seinen 70. Mit großen Ehren.. Foto: Christian Veith

Weisenau – Fangen wir mit dem Alter an. Im Juli 1947 geboren, mit 10 Jahren in den CCW eingetreten, so feierte er in diesem Jahr seine „Diamantene Hochzeit“ mit dem CCW. Hierfür unseren herzlichsten Glückwunsch.

Irmbert ist ein Arbeitstier, ein Handwerker. Genau wie sein großes Vorbild Vater Fritz Schuler, der ab Mitte der 50er Jahren, unverzichtbar das Arbeitsteam des jungen CCW führte. Dessen Fußstapfen hat er nicht nur breiter, sondern auch noch wesentlich tiefer getreten.

Er ist der Ober Guru sämtlicher Hinterbühnen Aktivitäten. Er ist zwar nicht der große Bühnenstar wie mancher Redner oder Sänger, doch ist er stets präsent. Wenn er nicht gerade Zeremonienmeister mit seinem Partner Klaus Koch spielt, die beiden bringen es locker auf je 40 Jahre, dann sieht man ihn immer wieder mal auf der Bühne, besonders wenn er unserer Stimmungskanone Woody Feldmann ihr Tupper-Döschen bringst.

Als Steuermann des Auf-Ab- und Dekorationsteams verwandelt er, auch dank seines tollen Arbeitsteams, unsere Narrhalla-Kulturheim jedes Jahr in ein Schmuckkästchen. Sollten Turniere oder Meisterschaften für Ballett oder Musikzüge anstehen, dann natürlich auch andere Räumlichkeiten.

Im Organisieren ist er ein Ass. Sämtliche Sitzungsdetails, wie „Weck, Worscht un Woi“, Wurfsträußchen, Blumenpräsente, Geschenke, ja sogar die Ordensverleihung an Sitzungstagen, gehen durch seine Hände.

Er ist der Schirrmeister unserer Wagenhalle. Verantwortlich für die Erhaltung und Mobilität unserer 3 Komiteewagen, einschließlich der gelagerten Dekorationen. Die Reinigung der Wagen und der angemieteten Corso Wagen von farbigem Konfetti nach einem Regenguss, ist für ihn und sein Team jeweils eine riesen Herausforderung, die sie aber bravourös meistern.

Klein angefangen hat Irmbert als Gardist mit einer Trommel im Musikzug. Die Krönung: Er war dabei als der Musikzug 1964 in Köln Europa-Meister wurde. Folglich war er also 1964 Europas bester Beckenschläger!

Von 1977 an war er als Sprecher der Aktiven im Vorstand und übernahm 2001 für seinen verstorbenen Freund Klaus Dechent, das Amt als Chef des Arbeitsteams. Das war nun seine Welt, hier ging er auf, hier beherrschte er nun alles, so dass mancher ihn den „Napoleon des CCW“ nannte.

An Ehrungen gibt es kaum eine die an ihm vorübergegangen wäre. Die Nadeln, die Tills oder sonstige Clubpräsente, kann man bei ihm zu Hause bewundern. Der Bund Deutscher Karneval ehrte ihn 1998 mit dem Verdienstorden in Gold. Der „Große Rat“ des CCW verlieh ihm 2002 den „Goldenen Burggraf“, der CCW den seltenen „Goldenen Club-Wappen“.

Im Vorstand oder erweitertem Vorstand ist er mit kurzen Unterbrechungen seit 1977. Er kennt die Vereinsarbeit ganz genau. Ist also einer vom alten Schlag. Wenn er dort auf seine kernige Art manchmal Klartext spricht, sind das stets ehrlich gemeinte Diskussionsbeiträge zum Wohle seines CCW oder der Burggrafengarde.

Wir wollen „Irmi dem Kugelblitz“ wie er sich selbst nennt, Danke sagen für die Zeit die wir mit ihm gehen durften. Danke für so manche spontane Aktion wie Weihnachtsfeiern gestalten, Glühwein beschaffen oder tiefe Löcher graben, damit unser schöner Till am Tanzplatz sicher steht. Wenn man ihn nachts aus dem Bett geholt hat und sagte „Do müsse mer was mache“, dann war er immer der „mer“, der es auch gemacht hat.

Danke sagen wir auch für die uneigennützige Hilfe mit seinem Team bei befreundeten Vereinen wie zum Beispiel den „Bayern“ bei Auf- Abbau oder Thekendienste oder bei den Benefiz-Sitzungen „Es rappelt die Bix“ der „Rotarier“ im Hause Favorite. Zum Erfolg dieser Serie fast über 20 Jahre, hat er mit seinem Team auch entscheidend mit beigetragen.

Wir haben aber auch schon erlebt, dass seine Gefühle ihn übermannt haben. Und zwar immer dann, wenn der Musikzug „Sierra Madre“, die „Jovanna“, oder „Du hast mich 1000-mal belogen“, gespielt hat.

Hinter ihm steht natürlich auch eine starke Frau, die tolerant und klug ist ihrem Liebsten den Freiraum zu lassen, dass er sich in seinem Hobby Fastnacht so richtig austoben kann. Herzlichen Dank Dir liebe Hildegard.

Irmbert hat sich durch seine zuverlässige und exzellente Arbeit für den CCW verdient gemacht und die Worte Urgestein oder auch Original hat er mit Recht verdient.

Wir können nur Danke sagen und hoffen, dass es immer wieder Menschen gibt die ihm nacheifern zum Wohle des CCW und seiner Burggrafengarde.

Ach- wenn es nur mehr von diesen bewundernswerten Typen gäbe.

Josef Baroli
Im Juli 2017.

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