Landrat Claus Schick (Mitte) erhielt die Urkunde zur Ehrenbürgerschaft aus den Händen von Stadtbürgermeister Thomas Günther (links). Foto: Oliver Gehrig

Nierstein – Claus Schick ist neuer Ehrenbürger der Stadt Nierstein. Der langjährige Landrat des Kreises Mainz-Bingen erhielt die Urkunde kurz vor Ende seiner 25-jährigen Amtszeit aus den Händen von Stadtbürgermeister Thomas Günther bei der Feier „1275 Jahre Nierstein“ im Stadtpark am Rathaus. „Sein Herz schlägt für Nierstein“, lobte Günther den Landrat. „Er hat es verdient, Ehrenbürger dieser Stadt zu werden.“ Mehr als eine Million Euro an Kreismitteln seien nach Nierstein geflossen, etwa in den Busparkplatz oder den neuen Kunstrasenplatz auf dem Sportplatz. Über die Ehrenamtsförderung seien in den vergangenen zehn Jahren rund 800.000 Euro nach Nierstein geflossen, etwa in die städtebauliche Entwicklung oder den Rhein-Selz-Park.

„Er hat stets Niersteiner Interessen gegen die Interessen anderer Gemeinden abgewogen“, hieß es weiter in der Laudatio für Schick. „Gerecht und bürgernah“ sei er dabei vorgegangen. Stets habe der Landrat vom Roten Hang in Nierstein geschwärmt und viele Besuchergruppen in diese Weinlage geführt sowie andere Landräte dorthin eingeladen. „Er ist ein Kümmerer im schwarzen Anzug und mit Gummistiefeln“, so die Laudatio. „Ein Vorbild in Amt und Ehrenamt mit dem Herz am rechten Fleck.“ Dazu gab es viel Beifall der rund 200 eingeladenen Festgäste im Niersteiner Park.

„Ich freue mich sehr über diese Auszeichnung“, sagte Schick in seiner Festrede. Die herausragende Entwicklung von Nierstein sei „an jeder Ecke“ sichtbar. „Dass ich so gerne nach Nierstein komme, hat auch mit dem Wein zu tun“, bekannte der Landrat. „Nierstein ist die ,Riesling-City‘ mit einer besonderen Spitze an Weingütern.“ Das Weinfest am Roten Hang sei einmalig. Der Landrat dankte allen, die sich für Nierstein einsetzen. Für die musikalische Umrahmung der Feier sorgten „Die Kilianos Nierstein“ von der Katholischen Kirchenmusik mit rhythmischen Märschen. Gernot Ebling, Vorsitzender des Niersteiner Verkehrsvereins, charakterisierte in seiner Rede das „Niersteiner Völkchen“: „Gesellig, aufmerksam, hilfsbereit, hartnäckig und stur“ sei der Niersteiner, sagte er zur Belustigung der Gäste.

Bereits am Freitag war die CDU-Landesvorsitzende Julia Klöckner gemeinsam mit dem Ersten Kreisbeigeordneten Adam J. Schmitt in den Stand einer ehrbaren Weinschöffin erhoben worden. Die Stadt Nierstein würdigte damit die Verdienste der früheren Rheinhessischen und Deutschen Weinkönigin, die den Niersteiner Wein in alle Munde gebracht habe. Schmitt habe sich wie Schick für die Entwicklung von Nierstein über die Ehrenamts- und Sportstättenförderung eingesetzt.

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Oliver Gehrig
Ich bin gebürtiger Mainzer, Jahrgang 1967 und seit mehr als 20 Jahren hauptberuflich journalistisch in den Bereichen Politik, Wirtschaft, Kultur und Sport tätig. Für die Lokale Zeitung berichte ich seit 2014 aus Bretzenheim, Hechtsheim, Lerchenberg, HaMü, AKK und der Oberstadt sowie aus Finthen und Gonsenheim. In meiner Freizeit fahre ich gerne Fahrrad. Weitere Hobbies sind Tennis, Fußball und Aquaristik.