Mit diesem Banner wird die Baustelle vor Ort erklärt. Foto: red

Hechtsheim – Er ist eine Art Nässe-Bollwerk für Hechtsheim und mittlerweile ein wenig in die Jahre gekommen. Deshalb beginnt der Wirtschaftsbetrieb Mainz jetzt damit, den Unwetterschutzdamm im Kesseltal rundzuerneuern. Im Laufe der Woche (7. bis 11. August 2017) geht’s los. Damit aus einem möglichen, kein tatsächliches Leck wird. „Vor allem die im Zentrum des Dammes stehenden Bäume haben die Sanierungsarbeiten nötig gemacht“, erklärt Jeanette Wetterling.

„Ihre Wurzeln hatten sich mit den Jahren tief in das Bauwerk hinein gegraben und so dessen Substanz geschwächt“, so die Vorstandsvorsitzende des Mainzer Wirtschaftsbetriebs weiter. Weil die mächtigen Pflanzen während eines Sturms umkippen und den Damm dann sogar teilweise hätten zerstören können, waren sie vor knapp zwei Jahren gefällt worden. Ein notwendiges Übel, dass zum Abschluss der Arbeiten aber wieder korrigiert wird. „Dann werden wir an den Rändern des Damms neue Bäume pflanzen“, verspricht Wetterling. Sogar doppelt so viele, wie entfernt werden mussten. „Weil wir wissen, dass dort zahlreiche Tierarten leben.“

Zuerst einmal aber steht die Reparatur des Dammzentrums im Vordergrund. Dafür wird die Seite, an der sich Wasser und Schlamm im Unwetterfall stauen würden, zuerst mit einer Spezialfolie abgedichtet. Danach wird der Bereich mit Erde aufgeschüttet und so um 1,50 Meter verstärkt. „Das wird den Damm zukunftssicher machen“, zeigt sich Wetterling überzeugt. „Denn wir machen den Kesseltal-Damm fit für die Zukunft.“

Dafür wird im Zentrum des Damms eine Spezialplane eingezogen und Erde aufgefüllt. Der Bereich kann so um mehr als einen Meter verstärkt werden. Und auch an die Umwelt ist gedacht: Als Ersatz für die Bäume, die gefällt werden mussten, weil sich ihre Wurzeln in den Damm gebohrt hatten, werden an dessen Rändern fast drei Dutzend neue gepflanzt.

Das sogenannte Kesseltal, südlich von Hechtsheim, vor rund 40 Jahren: Der Winter geht zu Ende. Es regnet in Strömen, der Schnee schmilzt. Allerdings ist der Boden noch immer fest gefroren. Die Folge: Statt im Feld zu versickern überfluten die Wassermassen den Mainzer Vorort. Im Anschluss begannen die Planungen zum Bau des noch heute aktiven Schutzdamms.

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