Machten es sich auf dem Brunnen mit dem Lerchenbub gemütlich: v.l. David Dietz, Manuel Höferlin, Walter Koppius, Dr. Jürgen Witt.. Foto: Helene Braun

Drais – Über viel prominenten Besuch durfte sich die FDP Drais freuen bei ihrem diesjährigen Grillfest auf dem Dorfplatz. Kurz vor der Bundestagswahl waren alle Spitzenvertreter und -kandidaten der Partei sowohl von der Stadt als auch von Land und Bund dabei. Aber auch Ortsvorsteher Norbert Solbach (CDU) und der Draiser CDU-Vorsitzende Winfried Schüler ließen sich nicht nehmen, einen Besuch abzustatten. Zumal sich FDP und CDU in einer Sache einig sind: die von der Stadt geplante Kindergartenerweiterung ist zu weit gesprungen.

Ansonsten zeigte sich der Draiser stellvertretende Vorsitzende der FDP, Dr. Jürgen Witt, sehr zufrieden mit der Arbeit, die er und seine Draiser Kollegen bewerkstelligt haben. Witt: „Wir haben unsere drei Hauptziele aus dem Kommunalwahlkampf umgesetzt.“ Damit meinte er den Fuß- und Radweg von Drais nach Finthen, die neue Teerdecke auf der Panzerstraße und für August sei von Verkehrsdezernentin Katrin Eder eine neue Teerdecke für die Straße An den Platzäckern versprochen.

Zur geplanten Kitaerweiterung sagte Witt: „Wir haben jetzt schon Parkplatzprobleme dort, und einen Deckungsgrad von 120 Prozent brauchen wir nicht.“ In Drais seien keine Baugebiete in Sicht und auch sonst sei der Zuzug begrenzt. Außerdem gehe die Erweiterung zu Lasten des Spielplatzes.

Während der Grill die ersten Rauchschwaden gen Himmel sandte und die schwarze Gewitterwolke über Drais sich verzog, äußerte sich der rheinland-pfälzische Spitzenkandidat Manuel Höferlin. Wie stellen wir uns auf zum Thema Digitalisierung sei eine der zentralen Fragen. Die Ertüchtigung der Mittelständler, die Breitbandanschluss brauchten, aber auch sonstige Unterstützung, eine weitere. Verpasse man den Trend, werde der Mittelstand in einigen Jahren nur noch Zulieferer sein für Facebook und Amazon. Höferlin will ein Digital- und Innovationsministerium. Die innere Sicherheit war ein weiteres Thema.

Sträflich vernachlässigt worden sei in Mainz, in die Infrastruktur zu investieren in den letzten Jahren, und beim Thema Rentensicherheit schmeckten die Würstchen nicht mehr, stieg Bundestagskandidat und Kreisvorsitzender David Dietz energiegeladen wie launig in das Grillfest ein. Katastrophal sei auch das Missmanagement bei der Baustellenkoordination. Ein bisschen lange habe es gedauert, bis man sich entschieden habe, Hilfe zu holen. Nun sei auch gelungen und die FDP habe Unterstützung darin gefunden, dass im Budget für die Infrastruktur etwas mehr drin sei.

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Helene Braun
Seit 2003 bin ich für die Lokale Zeitung journalistisch tätig. Von 2014 bis Ende 2018 war ich Redaktionsleiterin für die Mainzer Stadtteile und die Verbandsgemeinde Bodenheim. Meine heutigen Schwerpunkte liegen auf allem, was im und vor Ort geschieht und für die Leser interessant ist. Dies sind Berichte, Reportagen und Fotos aus Lokalpolitik, Wirtschaft, Gesellschaft, Kultur, Vereinen, zu besonderen Events und kuriosen Begebenheiten.