Dr. Michael Sturm, Bienenfachmann, Lutz Frey, Hoteldirektor Atrium und Christian Westerhoff; Küchenchef Tagungs- und Bankettbereich im Atrium. Foto: red

Finthen – Qualität, Regionalität und Nachhaltigkeit sind in aller Munde. Im Atrium Hotel in Mainz werden die viel bemühten Schlagworte gelebt und täglich aufs Neue in die Tat umgesetzt. So kam es auch, dass zwei Bienenvölker in unmittelbarer Nachbarschaft des Hotels angesiedelt wurden. Das war im Herbst 2016. Heute steht fest: Die neuen Nachbarn fühlen sich ausgesprochen wohl hier, denn die Bedingungen im Umfeld sind perfekt. Nicht nur die Hotelgäste lieben die Nähe zur Natur. Auch für die Bienen sind die ausgedehnten Obstbaumfelder, die gleich hinter dem Hotel beginnen, ein idealer Lebensraum. Jetzt wurde der erste Honig geerntet.

Von Anfang an hat man im Atrium Hotel die Bienen nicht einfach nur als Honiglieferanten gesehen. Das begrüßt auch Michael Sturm, der das Projekt fachmännisch begleitet. Auf sein Betreiben hin fiel die Entscheidung, hinter dem Hotel zwei Völker der in Deutschland seit 1975 ausgestorbenen „Dunklen Biene“ anzusiedeln und so zur Artenerhaltung beizutragen. Die „Dunklen Biene“ gilt als Urtyp der Honigbiene und wird im Allgemeinen als sehr robust, langlebig und flugstark bezeichnet. Sie hat eine große Winterhärte, einen starken Putztrieb, ist sparsam, sanftmütig und hat eine geringe Schwarmneigung. All diese Eigenschaften waren ausschlaggebend dafür, sich für diese Art, auch als „apis mellifera mellifera“, zu begeistern.

Schnell zeigte sich, dass die hotelnahen Obstfelder, die von Rapsfeldern unterbrochen werden, den Bienen ganzjährig ein unschlagbares Nahrungsangebot bieten. Mittlerweile ist das Atrium Hotel bereits stolzer Besitzer von drei Bienenvölkern.

Die erste Honigernte erfolgte jetzt mit tatkräftiger Unterstützung aller Köche und Hoteldirektor Lutz Frey. Natürlich wurde auch eingehend probiert. Das Ergebnis überzeugte auf der ganzen Linie, denn der Unterschied zum „Supermarkt- Honig“ war deutlich festzustellen. Küchenchef Carl Grünewald freut sich schon auf den Einsatz des hauseigenen Bienengolds in der Küche. Und auch die Bauern in der Umgebung dürfen sich mitfreuen, denn durch die flotten Bienen des Atriums haben sie viele fleißige Helfer zur Bestäubung ihrer Obstbäume gewonnen.

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