Start Marienborn Ausstellung 700 Jahre Marienborner Wallfahrt

Ausstellung 700 Jahre Marienborner Wallfahrt

Marienborn – In der Ortsverwaltung Marienborn wurde die Ausstellung „700 Jahre Wallfahrt Marienborn (1317 bis 2017)“ eröffnet. Diese Ausstellung wurde in mühevoller Kleinarbeit von Lothar Frohnweiler konzipiert und mit eröffnet. Hier werden Kopien von wichtigen Dokumente und Bilder zur Wallfahrt gezeigt, aber auch Verehrungsgegenstände. Frohnweiler konnte als Heimatforscher und ehemaliges Mitglied im Pfarrgemeinderat aus einem reichlichen Fundus schöpfen.

Die Pfarrgemeinde hatte zudem Dr. Gebhard Kurz mit einer neuerlichen Übersetzung der vorhandenen Urkunden und Akten zur Marienborner Wallfahrt beauftragt. Er hielt zudem bei der Ausstellungseröffnung einen umfangreichen Vortrag über die Entstehung und Geschichte dieser kirchlichen Tradition.

In einer Ablassurkunde aus dem Jahr 1317 wurde vom damaligen Papst Johannes XXII in Avignon für das Dorf „Bornheim“ die Wallfahrt eingesetzt. Die Urkunde ist mit 12 Siegeln versehen und auch vom Erzbischof von Mainz unterschrieben. Leider existiert von dieser Urkunde nur noch eine Abschrift aus dem Jahr 1727 von dem Marienborner Pfarrer Vincenz Mercator. Der Name des Ortes veränderte sich im Laufe der Jahrhunderte und wurde oft auch unterschiedlich widergegeben, so wurde aus „Borne“ später „Mariae Born“, der seit 1685 belegt ist. Seit dieser Zeit ist die Wallfahrt zum Gnadenbild der „Trösterin der Betrübten“ vor allem zu den Festen Mariä Heimsuchung, Mariä Himmelfahrt und Mariä Geburt üblich gewesen.

In dem ausführlichen Vortrag ging Kurz weiter auf die Inhalte der Urkunden ein und zog Vergleiche zu ähnlichen Urkunden aus dieser Zeit. Unter dem Motto „Kultur und Geschichte in der Ortsverwaltung“ finden hier regelmäßig solche Ausstellungen und Vorträge statt.

Teilen