Kunstvoll geschnitzte Weinfässer bekommen im Winzerkeller eine neue Heimat. Foto: IKuM

INGELHEIM – Dieser Tage werden die mit kunstvollen Schnitzereien verzierten Weinfässer, die die Stadt Ingelheim vom ehemaligen Weingut Niedecken in Ober-Ingelheim übernommen hat, in das Kellergewölbe des Winzerkellers eingebracht. Zuvor wurden die 23 Fässer von einer Küferei aus Bad Dürkheim aufgearbeitet und für die dauerhafte Präsentation im unteren der beiden Kellergeschosse des Winzerkellers präpariert.

Dieses Kellergeschoss wird unverändert als Schaukeller für geführte, kleinere Gruppen gestaltet werden. Dort können die Winzer der künftigen Vinothek im Winzerkeller Weinführungen anbieten. Die geschnitzten Fässer werden dort als besonders erhaltenswerte und wertvolle Anschauungsobjekte zur früheren Nutzung des Winzerkellers als Genossenschaftskellerei gezeigt.

Die Winzer sind von den Fässern aus dem Weingut Niedecken begeistert, denn solche Fässer sind eine Rarität. Sie sind sehr gut erhalten, da Heinz Niedecken die Fässer bis zuletzt regelmäßig gepflegt hat. Sie stammen aus den 1950er bis 1980er Jahren. Jedes Fass wurde mit Motiven zu internationalen und lokalen Ereignissen aus dem jeweiligen Jahr verziert, darunter die Mondlandung 1969 oder die Olympischen Spiele in München 1972.

Die Einkellerung findet nun statt. Die Fässer gelangen über einen ehemaligen Aufzugschacht in den Keller.  Von den 78 Fässern, die bis zu Beginn der Sanierung des Winzerkellers im dortigen Kellergewölbe standen, waren nur drei Stück von ihrem Erhaltungszustand her für eine weitergehende Präsentation geeignet. Diese drei Fässer wurden ebenfalls aufgearbeitet und finden nun in neuem Glanz wieder an ihren alten Bestimmungsort zurück.

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