Der neue Bürgermeister Ingo Kalweit sichtlich gerührt mit der CDU-Vorsitzenden Sabine Bächle-Scholz. Foto: Ralph Keim

BISCHOFSHEIM – Ingo Kalweit ist im Rahmen der Sitzung der Gemeindevertretung in das Amt des Bischofsheimer Bürgermeisters eingeführt worden. Der CDU-Politiker folgt auf Ulrike Steinbach (SPD).

In seiner Rede dankte Ingo Kalweit ausdrücklich der scheidenden Amtsinhaberin. „Heute leiten wir ein neues Kapitel von Bischofsheim ein“, fuhr der neue Rathauschef fort. Er versicherte, das Amt mit Leidenschaft auszufüllen, auch im Sinne derjenigen, die ihn nicht gewählt haben. Schließlich skizzierte Kalweit die Eckpunkte seiner Amtszeit: Die Böckler-Siedlung müsse wieder fester Bestandteil des Ortes werden, das gesamte Ortsbild verschönert, die Finanzen in Ordnung gebracht werden.

Beim Bürgerhaus sei es wichtig, die seit Jahren aus brandschutzrechtlichen Gründen geschlossene Empore schnellstmöglich wieder zu öffnen. „Das Grünpflegekonzept bedarf einer Überarbeitung, das Verkehsrskonzept einer Fortentwicklung.“ Den drei Fußballvereinen versicherte Kalweit, den schon lange gewünschten Kunstrasenplatz anzugehen. Er wolle ein Bürgermeister zum Anfassen sein, der immer ein offenes Ohr für den Bürger haben werden. „Ich werde regelmäßig durch Bischofsheim gehen und mir ein Bild machen.“

Gerne halte sie die Abschiedsrede nicht, leitete die am 2. April in der Stichwahl Unterlegene ihre Rede ein. Dabei ging Steinbach auf die Punkte ein, die sie als Erfolg ihrer Amtszeit sieht. „Bischofsheim steht heute besser da als vor sechs Jahren“, sagte sie unter immer wieder aufkommenden Applaus. „Wir haben den Gemeindehaushalt aus eigenen Kräften und ohne Schutzschirm saniert. Ich habe in diesem Jahr den ersten ausgeglichenen Haushalt seit 2005 vorgelegt.“

In ihrer Amtszeit sei die Wirtschaftsförderung initiiert und die Kita Parkweg baulich erweitert worden. Doch das alles habe dem Wähler wohl nicht ausgereicht. „Die Bischofsheimer wollten offensichtlich den Wechsel“, bedauerte Steinbach. Zum Schluss stellte sie noch eines klar. „Nein, ich werde nicht aus Bischofsheim wegziehen.“ Auch ihr Mandat im Kreistag wolle sie behalten.

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Ralph Keim
Seit ihrer ersten Ausgabe bin ich in verschiedenen Bereichen engagiert bei der Lokalen Zeitung. Heute verantworte ich die Ausgaben „Mainz-Mitte“ außerdem „Hessen“ und „Rhein“. „Die lokale Berichterstattung ist für mich immer wieder etwas Besonderes, da man hier ganz nah an den Menschen ist“, möchte ich, Jahrgang 1964, meine Arbeit beschreiben. „Außerdem ist Mainz eine tolle Stadt mit einem tollen Umfeld.“