Die Ehrenamtskarte an VG-Bürgermeister Ralph Spiegler (re.) von Staatsekretär Clemens Hoch (Mitte) übergeben. Mit dabei Kulturstaatssekretär Dr. Salvatore Barbaro. Foto: Margit Dörr

Nieder-Olm – Nun hat auch Nieder-Olm die landesweite Ehrenamtskarte eingeführt. Die Verbandsgemeinde ist die 107. Kommune, die sich an dem Projekt beteiligt. Der Chef der Staatskanzlei, Staatssekretär Clemens Hoch hat die Kooperationsvereinbarung mit Bürgermeister Ralph Spiegler im Beisein von Kultur-Staatssekretär Dr. Salvatore Barbaro unterzeichnet. „Sie ist ein Dankeschön für ehrenamtlich Tätige“, sagte Spiegler. Im VG-Rat sei die Teilnahme im Jahr 2015 beschlossen worden.

Personen ab 14 Jahren können die Karte erhalten. Sie müssen mindestens wöchentlich fünf oder das Jahr über insgesamt 250 Stunden ehrenamtliche Tätigkeiten verrichten. Dies kann in ganz verschiedenen Vereinen, Verbänden, Kirchen, politischen Parteien oder Organisationen sein.

Clemens Hoch erwähnte stolz, dass Rheinland-Pfalz mit fast 50 Prozent ehrenamtlich Tätigen bundesweit den Spitzenplatz belegt. Umso wichtiger sei es, den engagierten Bürgerinnen und Bürgern Danke zu sagen. 3250 Ehrenamtskarten wurden schon ausgegeben.

Wer in Besitz der Ehrenamtskarte ist, kann landesweit bei teilnehmenden Einrichtungen und Unternehmen Vergünstigungen erhalten. In der Verbandsgemeinde Nieder-Olm werden bei Vorlage der Eintritt ins Rheinhessenbad, Eintrittspreise zu Veranstaltungen der Musikschule sowie eintägige Veranstaltungen für Senioren ermäßigt.

Ähnliche Angebote haben auch andere beteiligte Städte und Kommunen. Museumsbesuche, Theatervorstellungen, Konzerte oder Führungen werden unter anderem vergünstigt. Staatssekretär Hoch betonte aber auch, dass sich zusätzlich zahlreiche private Unternehmen und Geschäfte beteiligen und Preisnachlässe oder Vergünstigen gewähren. Die Beteiligten sind an einem Mitmach-Aufkleber zu erkennen. Knapp 500 Angebote im Land gibt es bereits. Der Staatssekretär hofft, dass sich möglichst alle Kommunen an der Ehrenamtskarte beteiligen und dadurch das Angebot noch größer wird. „Es gibt keine Kommune, die sagt, dass sich die Ehrenamtskarte nicht lohnt“, stellte er fest.

Es ist einfach, die Ehrenamtskarte zu bekommen. Das Antragsformular wird im Internet heruntergeladen und ausgefüllt. Die Antragsteller lassen sich ihr Engagement von ihrer Organisation bestätigen und geben es dann bei der Kommunalverwaltung ab, die es nach Prüfung an die Leitstelle Ehrenamt und Bürgerbeteiligung in der Staatskanzlei weiterleitet. Dort wird die Karte ausgestellt, an die Kommune zurückgeschickt und von ihr an die Antragsteller überreicht.

Die Ehrenamtskarte gilt zwei Jahre und kann dann erneut beantragt werden.

Alles Wissenswerte zur Ehrenamtskarte, wie Antragsformulare, Einrichtungen und Unternehmen, die Vergünstigungen anbieten oder teilnehmende Kommunen finden sich unter www.wir-tun-was.de.

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Seit 2007 bin ich für die Lokale Zeitung in der VG Bodenheim tätig, war aber auch schon in Mainz, Nierstein, Oppenheim und in der VG Nieder-Olm. Es macht mir Freude, über Kulturelles, über Neuigkeiten in Schulen, Kindergärten zu berichten. Ich interessiere mich für Lebensgeschichten einzelner Menschen sowie für die Geschichte von Gruppen oder Vereinen. Mein besonderes Interesse gilt den Kirchen und Kirchengemeinden.