Nina von Neumann und Norbert Kühn (rechts) vom Vorstand der Baugenossenschaft sowie Aufsichtsratsvorsitzender Enno Siehr (zweiter von links) ehrten Manfred Krämer (dritter von links) und Rudolf Thiele sowie für die Volksbank Uwe Kliemand (zweiter von rechts). Für 50 Jahre Mitgliedschaft gab es neben einem Weinpräsent auch einen Regenschirm. Foto: Ralph Keim

GINSHEIM-GUSTAVSBURG – Im vergangenen Jahr hat die Gemeinnützige Baugenossenschaft Mainspitze einen Jahresüberschuss von knapp 1,48 Millionen Euro erzielt. Das sind – wegen geringerer Investitionen in die Instandhaltung – gut 1,24 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Den Geschäftsbericht legte Vorstandsvorsitzender Norbert Kühn bei der Mitgliederversammlung vor. Er sprach von einem sehr guten Ergebnis für das zurückliegende Wirtschaftsjahr.

Damit sei das Unternehmen nicht nur in der Lage, sein Eigenkapital zu stärken. Damit sei die Baugenossenschaft auch für Investitionen in Sanierung gewappnet, führte Kühn weiter aus. In den nächsten Jahren will die Baugenossenschaft verstärkt energetisch sanieren, um den Anforderungen und den Bedürfnissen der Mitglieder nachzukommen. Beabsichtigt sei, die Häuser Rheinstraße 66 bis 70 sowie Unter der Ruth 10 bis 20 in Ginsheim zu sanieren, außerdem zahlreiche Objekte in Gustavsburg.

Kühn beklagte in seinem Bericht, dass in den vergangenen zehn Jahren die Kosten für Sanierungen erheblich gestiegen seien, nämlich von 1200 Euro pro Quadratmeter auf knapp 2000 Euro. Hinzu komme, dass die Grunderwerbssteuer auf mittlerweile 6,0 Prozent gestiegen sei.

Im Neubaugebiet „Am Alten Sportplatz“ in Ginsheim lässt die Baugenossenschaft derzeit zwölf öffentlich geförderte und 13 freifinanzierte Mietwohnungen bauen. „Weitere Neubaugrundstücke stehen in Ginsheim-Gustavsburg leider derzeit nicht zur Verfügung“, erklärte Kühn. Daher beabsichtigt die Baugenossenschaft, in der Straße Unter der Ruth über Nachverdichtung 25 neue Wohnungen bauen zu lassen. 15 Millionen Euro will das Unternehmen hier investieren.

Nach der Entlastung des Vorstands stimmten die Mitglieder dem Vorschlag des Vorstands nach einer Dividende von drei Prozent zu. Während der Versammlung wurden auch langjährige Mitglieder geehrt: Manfred Krämer, Kurt Ries und Rudolf Thiele haben vor 50 Jahren ihren Mitgliedsantrag unterschrieben. Ebenfalls seit fünf Jahrzehnten Mitglied bei der Baugnossenschaft ist die Volksbank Mainspitze.

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