Bei der Grundsteinlegung v.l.: Dezernentin Marianne Grosse, Generaladministrator Dietmar Giebelmann, Caritasdirektor Wolfgang Schnörr, Ortsvorsteherin Dr. Eleonore Lossen-Geißler und Dirk Gemünden, Geschäftsführer Molitor GmbH. Foto: Helene Braun

Mombach – Mit der richtigen baulichen und sozialen Infrastruktur lässt sich das Alter oder auch das Leben mit Behinderung so lange wie möglich selbstbestimmt genießen. Und das ist, was die älteren Menschen wollen, weiß Caritasdirektor Wolfgang Schnörr. Ein weiterer Baustein des umfangreichen Angebots im Caritas-Haus St. Rochus wird jetzt direkt dahinter entstehen: Die Villa St. Rochus mit sieben behindertengerecht und vier barrierefrei ausgestatteten Eigentumswohnungen. Bei der Grundsteinlegung in der Backmuhlstraße sagte Schnörr: Welcher Tag könnte dafür besser geeignet sein als der Vortag des St. Rochus-Festes, bei dem wir das 125-jährige Bestehen des Hauses feiern.“

Nach vierjähriger Planungs- und Projektierungsphase war es nun endlich so weit: Generaladministrator Dietmar Giebelmann und Pfarrer Thomas Winter, Aufsichtsratsvorsitzender des Caritasverbands Mainz, segneten die Baustelle und die Kupferrolle mit Zeitzeugnissen, die sie gemeinsam mit dem Caritasdirektor, der Mainzer Dezernentin Marianne Grosse, Ortsvorsteherin Dr. Eleonore Lossen-Geißler und Dirk Gemünden von der ausführenden Molitor Immobilien GmbH als Projektentwickler in den Stein einließen.

Wo früher ein Krankenhaus war, befinde sich in der Emrichruhstraße ein Stadtteilzentrum für ältere Menschen, sagte Schnörr. Man habe sich gefragt, was die Älteren brauchten. Die Antwort als Kirche und Caritas darauf seien die vielen aufeinander abgestimmten Bausteine im Caritas-Haus gewesen. Für die Pflege kommt die Sozialisation Heilig Geist nach Hause, bei Paragraphendschungel kommt der Sozialdienst.

Es gibt einen Besuchsdienst, das offene Café Malete und zwei Wohngemeinschaften für demenzkranke Menschen, und wer mal raus will, kommt in die Tagesstätte. Alle Angebote seien darauf ausgerichtet, das Leben im Alter möglichst am gewohnten Ort zu verbringen und – so lange es gehe – zu Hause. Sechs altengerechte Wohnungen beherbergt das Haus St. Rochus ebenfalls schon, aber die Warteliste sei lang, so Schnörr weiter. Mit der Fertigstellung der Villa gibt es dann weitere elf Wohnungen. Als „kleinen Vatikan“ mit diesen kirchlichen Einrichtungen, den Pfarreien und Kindergärten bezeichnete Generaladministrator Giebelmann den Stadtteil Mombach. „Insofern können sie stolz auf Ihren Stadtteil sein, Frau Lossen-Geißler“, sprach er unter den vielen Gästen die Ortsvorsteherin an.

Auch Dezernentin Grosse, die ebenfalls auf eine Realisierung altengerechten Wohnens im Westring durch die Wohnbau blickt, sagte zum Caritasvorhaben: „Dies ist ein großes Zeichen für die unterschiedlichen Arten des Wohnens bei uns in Mainz. Ambulant vor stationär, das wird hier perfekt gelöst.“ „Selbstbestimmt, Sicher, Zuhause“ lautet das Motto, unter dem Caritas und Molitor Immobilien GmbH das Ziel verfolgen, denn wer Hilfe in der Eigentumswohnung in der Villa benötigt, hat alle Dienste im Haus St. Rochus zur Verfügung mitten im Herzen von Mombach. „Mit zahlreichen vor Ort abrufbaren Serviceleistungen ist es das ideale Zuhause für Menschen an der Schwelle zur Pflegebedürftigkeit“, so Gemünden.

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