Eine mit Mitgliedern vollbesetzte TGM-Halle erwartete den Vorstand der Volksbank Alzey-Worms mit Vorstandssprecher Armin Bork (re.). Foto: Helene Braun

Gonsenheim – Nach dem Abschied von Bernd Hühn, dem langjährigen Vorstandsvorsitzenden der Volksbank Alzey-Worms mit Niederlassung VR-Bank Mainz ist nun Armin Bork an dessen Stelle als Vorstandssprecher getreten. Bork nutzte die Gelegenheit, sich bei der Mitgliederversammlung in der Gonsenheimer TGM-Halle auch den Mainzern vorzustellen.

Angesichts der Negativzinsen für Bankeneinlagen und der Niedrigzinspolitik der EZB, der mit hohen Kosten verbundenen Digitalisierung der Branche und der hohen gesetzliche Regulatorik zog Bork dennoch das Fazit: „Wir haben erneut ein erfolgreiches Geschäftsjahr hinter uns gebracht.“

Vorstandskollege Tobias Schmitz betonte im folgenden Vorstandsbericht, diesen Erfolg verdanke die Bank dem Vertrauen der Kunden und Mitglieder und dem „altmodischen“ Geschäftsmodell: Arbeiten statt spekulieren. Zufrieden sei man sowohl mit dem überdurchschnittlichen Spitzen-Betriebsergebnis (41 Millionen Euro) als auch mit der Entwicklung der Kundeneinlagen und des Kreditgeschäftes.

Auch im abgelaufenen Jahr befand sich die Bank – trotz schwieriger Rahmenbedingungen weiterhin auf Wachstumskurs. Die Bilanzsumme ist um 4,7 % auf 3,358,1 Mrd. Euro angestiegen. Wachstumstreiber war erneut das Kundengeschäft mit den Kundenforderungen als bedeutendster Aktivposition. Die bilanzwirksamen Kundenforderungen belaufen sich auf 2.528,9 Mrd. Euro, ein Zuwachs von 148,7 Mio. Euro bzw. 6,3 %, ein „absoluter Spitzenwert“. Die Verbundkredite belaufen sich auf rd. 364,3 Mio. Euro. Das bedeutet einen leichten Zuwachs von 7,9 Mio. bzw. 2,2 %. Die bilanzwirksamen Kundeneinlagen erhöhten sich mit einem Plus von rd. 114,3 Mio. Euro bzw. 4,5 % auf 2.670,8 Mio. Euro.

Schmitz: „Insgesamt betreuen wir zusammen mit den Verbundpartnern, mit denen uns eine hervorragende Zusammenarbeit verbindet, 4.054,5 Mio. Euro Vermögenswerte. Damit übertrafen wir zum ersten Mal die 4 Mrd.-Marke.“ Der Rückgang des Zinsüberschusses war in 2016 mit 1,2 Mio. Euro aber doppelt so hoch wie im Vorjahr. Bis zum Jahr 2021 erwarte man einen Rückgang von rd. 10,3 Mio. Euro. „Dem müssen wir mit Kosteneinsparung und Erschließung neuer Ertragsquellen begegnen“, sagte Schmitz. Dennoch sieht er die Bank „gut aufgestellt und bestens für die Zukunft gerüstet.

Medizinprofessor und Vorsitzender der Stiftung „Mainzer Herz“, Thomas Münzel, hielt im Unterhaltungsteil einen äußerst interessanten Vortrag über Herzerkrankungen und wie man sie behandeln kann.

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