Die 18-jährige Lena Bernhardt (Mitte) ist neue Bretzenheimer Brezelkönigin. Foto und Fotostrecke: Oliver Gehrig

Bretzenheim – Fröhlich, familiär, kinderfreundlich und preiswert: Das ist das beliebte Bretzenheimer Brezelfest, dessen 39. Auflage jetzt drei Tage lang auf der Flaniermeile „An der Wied“ und in der Rathausstraße für Hochbetrieb sorgte. „Ein kräftiges Hallöchen bei 26 Grad im Schatten“, sagte der gut aufgelegte Vereinsringsvorsitzende Manfred Lippold bei herrlichem Kaiserwetter zur Eröffnung.

Er ließ es sich nicht nehmen, alle rund 100 Teilnehmer der Eröffnungsfeier persönlich und namentlich zu begrüßen, was naturgemäß eine ganze Weile dauerte. „Wer noch nicht begrüßt wurde, darf jetzt nach oben auf die Bühne kommen“, scherzte OB Michael Ebling. „Das ist ein Fest der Bretzenheimer für die Bretzenheimer, die Bedingungen sind grandios.“ Ortsvorsteherin Claudia Siebner lobte die Vereine, die das Fest mit viel Engagement vorbereitet hatten. Sie hatte auch einen Dank an den Vereinsringsvorsitzenden Manfred Lippold parat. „Er marschiert voran und hält den Laden zusammen.“

Dann war es soweit: Der alte Bretzenheimer Hofstaat um Brezelkönigin Jacqueline Hunger trat ab und machte den Weg frei für die drei neuen Brezelmajestäten. Neue Brezelkönigin ist Lena Bernhardt (18), sie wird unterstützt von den Brezelprinzessinnen Lena Endres (18) und Julia Arnold (16). Nach der Krönung überreichte Betreuerin Stephanie Selenka die Brezelketten und die Schärpen. „Es ist uns eine große Ehre, Bretzenheim im kommenden Jahr zu vertreten“, sagte Lena I. Beim anschließenden Bummel über den Kreativmarkt, an dem sich in diesem Jahr 42 Aussteller beteiligten, bewies sie ihr handwerkliches Können bei einem Schmied.

Umfangreich war das kulinarische Angebot der Vereine: Es reichte vom berühmten Spießbraten beim Männerchor über Gemüsepfanne beim Förderverein St. Willigis und Gyros bei der Jugendfeuerwehr bis zum Schweinerückensteak im Weindorf der SG und Erdbeerbowle bei der TMS-Jazztanzgruppe. Die jungen Besucher kamen für kleines Geld auf ihre Kosten beim Glücksrad des CKV, beim Dosenwerfen der Initiative gegen Fluglärm und beim TMS-Froschspiel. Alte handwerkliche Geräte wie einen Melkschemel und eine 300 Jahre alte Flachsbreche waren beim Verein für Heimatgeschichte ausgestellt. Ausfallen musste leider das Baumklettern, da die Baumpflege sich zurzeit in der Schweiz aufhält.

Das zweitägige musikalische Programm auf den beiden Livebühnen wurde vom Musikzug der Jakobiner eröffnet. Eine besondere Gaudi am Funzelabend am Freitag war wieder das Schubkarrenrennen der Vereine. Teams der Feuerwehr und der Fußballer, der Kita St. Georg und der alten und neuen Königshäuser sowie der Bretzenheimer „Ex-Queenies“ waren am Start. Das Rennen machte schließlich die „Abrissbirne St. Georg“. Dafür gab’s Brezel sowie Weck, Worscht und Woi.

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