Das erste Glas tranken Thomas Becker-Theilig, Jennifer Henn und Stefan Leber schon beim Eröffnungsempfang. Foto: Helene Braun

Bodenheim – Ohne Regen ist es kein richtiges Albansfest, meinte jemand zur Eröffnung der alljährlichen Feierlichkeiten zu Ehren des heiligen Alban und zur Freude der ganzen Region. Und so kam es auch. Gleich samstags ging ein Schauer hernieder, gepaart mit Sturm. Doch davon lässt sich der ausrichtende Verkehrsverein unter Vorsitz von Stefan Leber nicht abhalten. Bei der Eröffnung, die traditionsgemäß auf dem Platz des historischen Rathaus stattfindet und von wo die Menschen zur Festmeile hinaufziehen, begrüßte die Gäste „mit einem gewissen Stolz“, wie er selbst sagte, und im Blick auf vier Tage „Wohlfühlen in Bodenheim.“

Ausrichter ist der Verkehrsverein. Dessen Vorsitzender Stefan Leber sagte: „Seit einer Woche merkt man dem Reichsritterstift an, es kann wieder beginnen mit den Weinfesten am Rhein, und Bodenheim macht den Anfang.“ Selbst kann er sich noch gut erinnern, wie er als kleiner Bub schon dabei war und die Leute gesagt hätten, „beim Albansfest ist es immer kalt und es regnet“. So weit sei es gegangen, dass man später überlegt habe, das Fest weiter in den Sommer hinein zu verlagern. Aber so sei es dann Gottseidank nicht gekommen.

Leber machte den Hunderten von Gästen, die zur Eröffnung gekommen waren, schon einmal Appetit auf die Festtage: „150 Weine halten die Winzer im Ausschank bereit. Gehen Sie auf Entdeckungsreise und finden Sie ihren persönlichen Favoriten.“

Der GV Concordia lockte auch VG-Bürgermeister Dr. Robert Scheurer mit seiner Frau, die Ortsbürgermeisterin von Nackenheim, Margit Grub und den Gau-Bischofsheimer Amtskollegen Patric Müller zum Mitsingen. Foto: Helene Braun

„Prost“ sagte auch die Rheinhessische Weinprinzessin Jennifer Henn und eröffnete offiziell das Fest. Das Geständnis, dass es in ihrem Heimatort Tiefenthal, „einem kleinen Ort am anderen Ende von Rheinhessen“, keinen einzigen Rebstock gebe, entlockte dem Publikum auf dem Platz ein spontanes bedauerndes „Ohhh“ aus allen Kehlen zugleich.

Bevor die drei, wie es der Brauch verlangt, von der Pferdekutsche abgeholt und zur Festmeile gefahren wurden, spielte das Blasorchester Bodenheim unter Leitung von Stefan Menges das Bodenheimer Heimatlied und der Gesangverein Concordia 1872 unter Leitung von Frank Häser sang „Erhebet das Glas“.

Danach blieb dem Weinkenner an den 16 Weinständen kein Wunsch unerfüllt, dem Musikliebhaber beim Albansfest auch keiner und den Freunden der Geselligkeit ebenfalls nicht. Und so ging es vier Tage um wunderbare Weine, feine Speisen und tolle Stimmung mit Musik und Unterhaltung, Spaß für Kinder samt Luftballon-Wettbewerb und eine Wanderung am Weinlehrpfad. Besondere Aufmerksamkeit und reichlich Applaus fand der Gastchor aus Norwegen „Song og Spelkorlaget“, bevor montags das Höhenfeuerwerk den grandiosen Abschluss bildete.

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