Der neue Vorstand des Stadtteiltreffs v.li. n. re.: Dieter Pieroth, Dr.Sabine Müller-Löw, Colette Smeraldy, Stephan Hesping und Andreas Nose. Foto: Elke Fauck

GONSENHEIM – Ende des Jahres läuft der derzeitige Vertrag des Stadtteiltreffs Gonsenheim mit der Stadt aus und bisher hat die Behörde auf keine Weise signalisiert, die wertvolle Arbeit im sozialen Bereich stärker zu fördern. Aktuell fehlen 35.000,- Euro, um die Projekte für das laufende Jahr weiterhin zu bewältigen.
Eine Kampagne „Gutes Geld für gute Arbeit“ soll sowohl die Kommunalpolitiker bezüglich öffentlicher Mittel ansprechen als auch die Bürger zu sensibilisieren um Mitglieder, Förderer und Paten zu gewinnen.

Das Café im Stadtteiltreff gibt Gelegenheit zu einem unverbindlichen Kennenlernen der Mitglieder, Ehrenamtlichen und nicht zuletzt der für Gonsenheim so wichtigen Arbeit.
Am 14. Juni um 19.30 Uhr lädt der Verein alle interessierten Bürger in die Räumlichkeiten des Stadtteiltreffs ein, um sich zu informieren und weitere öffentlichkeitswirksame Aktionen zu planen.

Im Stadtteiltreff Gonsenheim, der im nächsten Jahr auf 20 erfolgreiche Jahre zurückblicken kann, gab es bei der jüngsten Mitgliederversammlung eine Veränderung im Vorstand. Der stellvertretende Vorsitzende Martin Kinzelbach legte das Amt nach zwölf Jahren nieder. Als Nachfolgerin wurde Dr. Sabine Müller-Löw gewählt. Die aus Aachen stammende Ärztin und Familientherapeutin lebt in Gonsenheim und möchte den Stadtteiltreff tatkräftig unterstützen, da sie von der Einrichtung begeistert ist. Im Amt bestätigt wurden Pfarrer Andreas Nose als erster Vorsitzender und Dieter Pieroth als weiterer stellvertretender Vorsitzender.

Ortsvorsteherin Sabine Flegel überreichte der hauptamtlichen Mitarbeiterin Colette Smeraldy, die über ihre Arbeit hinaus noch sehr viel ehrenamtliches Engagement im Stadtteiltreff leitstet, anlässlich der Mitgliederversammlung die Gonsenheimer Nadel. Smeraldy kümmert sich mit viel Enthusiasmus um Alltagshilfen, hat den Seniorenwegweiser initiiert und die „AG Alter“ aufgebaut um nur Beispiele aus ihrer Seniorenarbeit zu nennen. „Heutzutage genügt es nicht mehr ein Seniorencafé zu veranstalten“, fügte der hauptamtliche Mitarbeiter Stephan Hesping hinzu. Besonderer Dank ging an Martin Kinzelbach für zwölf Jahre wertvolle Vorstandsarbeit. Nose würdigte Kinzelbachs Unterstützung aufgrund seiner beruflichen und politischen Erfahrung.

Seit der Gründung 1998 wurden sowohl die Räumlichkeiten als auch die Projekte des Stadtteiltreffs erheblich erweitert. Doch stagnierten die finanziellen Zuschüsse der Stadt und die bewilligten hauptamtlichen Stellen wurden von 3,5 auf 2,5 reduziert, bemängelt Hesping. Wären da nicht mehr als 260 ehrenamtliche Helfer, ließen sich die vielfältigen Projekte nicht mal ansatzweise bewältigen“, so der Erzieher.

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