Schüler am Theresianum feierten zum Reformationsjubiläum erstmals einen evangelischen Gottesdienst. Foto: red

OBERSTADT – Im Jahr des Reformationsjubiläums feierten die rund 950 Schüler am Theresianum erstmals einen evangelischen Gottesdienst. Die Predigt zum Thema „Was ist evangelisch?“ übernahm Dekan Andreas Klodt vom Evangelischen Dekanat Mainz, der einzelne Station aus der Lebensgeschichte des berühmten Reformators Martin Luther unter dem Wort „Freiheit“ zusammenfasste.

„Wir freuen uns, dass Evangelische und Katholische am Theresianum gemeinsam auf die Reformation zurückblicken, die eigentlich für Spaltung und Trennung steht“, berichtet Anke Zwickel, Evangelische Schulseelsorgerin am Theresianum. „Dass dies an einer katholischen Schule gewünscht wird, ist ein starkes Zeichen dafür, dass wir alle gemeinsam auf dem Weg sind.“

Denn nicht nur die evangelische und katholische Schulseelsorge haben im Vorfeld der Reformationsfeierlichkeiten den Anstoß für den Gottesdienst gegeben, sondern auch das Bistum Mainz als Träger des Gymnasiums.

Zwar nimmt die gesamte Schulgemeinde, die etwa zu einem Drittel evangelisch ist, regelmäßig an katholischen Eucharistiefeiern teil, doch einen evangelischen Gottesdienst gibt es nun zum ersten Mal. „In Absprache mit Dekan Klodt haben wir uns für eine Agapefeier entschieden“, erzählt Zwickel. Daher gab es beim Gottesdienst Brot und Trauben für alle, evangelisch wie katholisch. Die musikalische Gestaltung übernahm eine Band aus Schülern des Theresianums.

Im Anschluss entführte der Illusionist Mr. Joy die Schüler in eine Welt aus Artistik, Jonglage und Zauberei und vermittelte dabei die Botschaft der Bibel und der Reformation auf ganz eigene Weise.

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