Bei Bürgermeister Carsten Sittmann lernte Praktikant Tim Töpfer einiges über die Abläufe einer Verwaltung. Foto: Ralph Keim

TREBUR – Sechs Wochen lang absolvierte Tim Töpfer in der Gemeindeverwaltung ein Praktikum. „Ein mehrwöchiges Praktikum im Rahmen des Studiums ist Pflicht“, erläutert Tim Töpfer, der in Mainz Gutenberg-Universität besucht. „Die Bandbreite ist dabei sehr groß. Ich hätte beispielsweise bei einer Partei das Praktikum absolvieren können oder auch im Bereich Medien.“ Da seine Mutter beruflich in Bischofsheim tätig ist, klopfte Tim Töpfer zunächst bei der dortigen Bürgermeisterin Ulrike Steinbach (SPD) an. Im Bischofsheimer Rathaus hätte es mit dem Praktikum auch klappen können, doch dann kam Anfang April die für die Amtsinhaberin verloren gegangene Wahl dazwischen und das Praktikum war futsch.

Es war Steinbachs Nachfolger Ingo Kalweit (CDU), der dem jungen Mann empfahl, in Trebur vorstellig zu werden. „Beim ersten Gespräch mit Bürgermeister Carsten Sittmann war schnell klar, dass ich hier mein Praktikum absolvieren würde.“ Die Chemie stimmte bestens, und so wurden aus den zunächst festgesetzten drei Wochen schließlich sechs.

Was Tim Töpfer in gewisser Art ebenfalls beeindruckt hat: „Diesen bürokratischen Rattenschwanz, der vielfach gegenwärtig ist, hätte ich mir so nicht vorgestellt.“ Dass eine durchaus unspektakuläre Maßnahme, die für den Bürger vielleicht jetzt greift, mehrere Monate, wenn nicht gar Jahre Vorlaufzeit hat, hätte er nicht gedacht. „Ich arbeite nebenher in einem Betrieb. In der freien Wirtschaft könnte man so nicht vorgehen.“

Doch selbstverständlich nimmt Tim Töpfer überwiegend positive Eindrücke mit. „Ich habe alles sehr intensiv erklärt bekommen und eine wirklich schöne Herzlichkeit bei den Mitarbeitern erlebt.“ Spaß haben ihm auch die Termine gemacht, die zum Job von Bürgermeister Sittmann gehören, der den Studenten gerne mitgenommen hat.

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Ralph Keim
Seit ihrer ersten Ausgabe bin ich in verschiedenen Bereichen engagiert bei der Lokalen Zeitung. Heute verantworte ich die Ausgaben „Mainz-Mitte“ außerdem „Hessen“ und „Rhein“. „Die lokale Berichterstattung ist für mich immer wieder etwas Besonderes, da man hier ganz nah an den Menschen ist“, möchte ich, Jahrgang 1964, meine Arbeit beschreiben. „Außerdem ist Mainz eine tolle Stadt mit einem tollen Umfeld.“