Undenheim wurde erstmals 767 erwähnt, feiert in diesem Jahr also 1250-jähriges Bestehen. Foto: Ralph Keim

UNDENHEIM – Im Jahr 767 wurde Undenheim erstmals urkundlich erwähnt. Diese erste Erwähnung des Dorfes stammt aus dem Lorscher Codex. Das wertvolle Dokument wird im Staatsarchiv Würzburg aufbewahrt. Es handelt sich dabei um eine Schenkungsurkunde eines Hofes im Nachbarort Hahnheim an Undenheim.

Damit feiert die Selz-Gemeinde, deren Ursprünge selbstverständlich sehr viel weiter zurückreichen, in diesem Jahr 1250-jähriges Bestehen. Der offizielle Festakt dazu war bereits Anfang Mai. Dennoch stehen einige weitere Jubiläumsaktivitäten an. Außerdem gibt es eine Jubiläumsschrift.

Heute hat die am Goldbach gelegene Kommune rund 3000 Einwohner und pflegt Partnerschaften zu Blaisy-Bas in Frankreich und Dolcé in Italien. Ein bekannter Sohn der Gemeinde ist Ludwig Schwamb, nach dem in Mainz eine Schule und in Undenheim eine Straße benannt ist. Der 1890 geborene Schwamb war als SPD-Politiker maßgeblich am Widerstand gegen die Nationalsozialisten beteiligt. Er wurde 1945 in Berlin-Plötzensee hingerichtet. Mit Reinhold Sittel hat Undenheim einen Ehrenbürger, der 1979 bis 2004 als Bürgermeister amtierte und im April dieses Jahres verstarb.

Zum Ortsjubiläum findet am 23. Juni der bunte Abend in der Goldbach-Halle statt. Beginn ist um 19.30 Uhr. Am 25. Juni schlängelt sich der Festumzug durch die Straßen. Am 2. Juli beginnt um 10.30 Uhr auf dem Platz am Eisweiher der ökumenische Festgottesdienst. Am 21. Oktober gastiert in Undenheim der Radiosender SWR1 mit seiner Discoparty. Mit dem Helferfest am 4. November endet das Jubiläumsjahr.

Zum Ortsjubiläum ist ein Festbuch erschienen, das auf mehr als 220 Seiten alles wichtige über die Selz-Kommunen bietet. Das Festbuch kostet 35 Euro und kann aber auch im Internet unter www.undenheim.de gelesen werden.

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Ralph Keim
Seit ihrer ersten Ausgabe bin ich in verschiedenen Bereichen engagiert bei der Lokalen Zeitung. Heute verantworte ich die Ausgaben „Mainz-Mitte“ außerdem „Hessen“ und „Rhein“. „Die lokale Berichterstattung ist für mich immer wieder etwas Besonderes, da man hier ganz nah an den Menschen ist“, möchte ich, Jahrgang 1964, meine Arbeit beschreiben. „Außerdem ist Mainz eine tolle Stadt mit einem tollen Umfeld.“