Mit dem Traktor nach Verneuil sur Avre in die Normandie: Diese Bürger von Trebur wagen eine ganz besondere Tour de France. Foto: Ralph Keim

TREBUR – Mit drei Traktoren und einem Fahrrad von Trebur nach Verneuil sur Avre in Frankreich: Sieben Bürger aus Trebur sind zurzeit unterwegs zur Partnerstadt der Großgemeinde. Sieben Tagesetappen haben sie dafür eingeplant, wofür man mit dem Auto sieben bis acht Stunden brauchen würde.

Heinrich Kindinger, Martina Kindinger, Janek Schwinn, Max Adam, Michael Zahn und Joachim Schwarz werden von Norman Bernt begleitet, der die Tour mit dem Fahrrad absolviert. Hintergrund der außergewöhnlichen Aktion ist die Bürgerreise in die französische Partnerstadt Verneuil sur Avre. Am 25. Mai starten rund 35 Teilnehmer in einem Bus und mehreren Autos.

Beste Stimmung herrschte im Hof von Heinrich Kindinger, als die Traktorreisenden von Freunden und Verwandten verabschiedet wurden. „Alle drei Traktoren habe ich vorher durchgecheckt“, nickte Heinrich Kindinger zufrieden. Er hatte die Idee dazu, gehören die drei Schlepper schließlich ihm. Mit ihnen kutschiert er regelmäßig durch Trebur und die Region, beispielsweise zu Präsentationen historischer Landmaschinen. Seine drei Traktoren sind nämlich Baujahr 1954, 1957 und 1963. Sie instandzuhalten ist für den früheren Kfz-Mechaniker kein Problem.

„Die Tanks fassen jeweils 35 Liter Diesel. Damit kommen wir jeweils einen Tag über die Runden“, erläuterte der 78-Jährige weiter. Den richtigen Weg finden die Reisenden über herkömmliche Straßenkarten und per Navi. Übernachtet wird in einem großen Wohnwagen, den der stärkste der drei Traktoren hinter sich herzieht. Bei gemütlichem Tempo von weniger als 20 Stundenkilometern haben die sechs ausreichend Zeit, die Landschaft zu genießen. Ungemütlich würde es nur bei einem starken Unwetter werden. „Dann müssen wir eine längere Pause einlegen.“ Wegen des geringen Tempos wird die Fahrt nach Verneuil sur Avre für Norman Bernt zu einer besonderen Herausforderung, ist er doch als passionierter Radfahrer ein strammeres Tempo gewohnt.

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Ralph Keim
Seit ihrer ersten Ausgabe bin ich in verschiedenen Bereichen engagiert bei der Lokalen Zeitung. Heute verantworte ich die Ausgaben „Mainz-Mitte“ außerdem „Hessen“ und „Rhein“. „Die lokale Berichterstattung ist für mich immer wieder etwas Besonderes, da man hier ganz nah an den Menschen ist“, möchte ich, Jahrgang 1964, meine Arbeit beschreiben. „Außerdem ist Mainz eine tolle Stadt mit einem tollen Umfeld.“