Eine der vielen Pilgergruppen, unterwegs in Oppenheim. Foto: Lutherweg21

OPPENHEIM – Martin Luther ist in aller Munde. 1517 veröffentlicht er seine berühmten Thesen, was die evangelische Kirche fünf Jahrhunderte später groß mit dem Lutherjahr feiert. Nichts zu feiern hatte der Kirchenreformator allerdings im Frühjahr 1521. Die Reichsfürsten mit Kaiser Karl V. an der Spitze zitierten den klerikalen Aufrührer nach Worms, wo Luther Rede und Antwort stehen musste – und seine Thesen nicht widerrief.

Nach der Anhörung hat der heute weltberühmte Mönch wahrscheinlich seine Siebensachen gepackt, um sich von Worms nach Eisenach auf den Weg zu machen. In der dortigen Wartburg sollte er ab Mai 1521 ein knappes Jahr leben, um dabei auch das Neue Testament ins Deutsche zu übersetzen.

Diese inzwischen als „Lutherweg 1521“ bekannte Pilgerroute erfährt im Lutherjahr 2017 selbstverständlich eine große Resonanz. Zahlreiche Gläubige wandeln auf Luthers Spuren. Beim „Lutherweg 1521“ handelt es sich um eine insgesamt rund 400 Kilometer lange Pilger- und Wanderroute, die Worms mit der Wartburg und umgekehrt verbindet und in mehrere Etappen unterteilt ist. Eine Etappe ist die Strecke von Oppenheim nach Worms und umgekehrt.

Gekennzeichnet ist sie mit eine grünen „L“ mit der Jahreszahl 1521 auf weißem Untergrund. Die Route orientiert sich an alten Handelswegen, die Martin Luther vor knapp 500 Jahren nahm, als er im Frühling 1521 in Worms aufbrach, um zur Wartburg zu gelangen.

Über die Homepage www.lutherweg1521.de gibt es zahlreiche Informationen und Tipps rund um die Route und die im Umfeld geplanten Veranstaltungen.

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Seit ihrer ersten Ausgabe bin ich in verschiedenen Bereichen engagiert bei der Lokalen Zeitung. Heute verantworte ich die Ausgaben „Mainz-Mitte“ außerdem „Hessen“ und „Rhein“. „Die lokale Berichterstattung ist für mich immer wieder etwas Besonderes, da man hier ganz nah an den Menschen ist“, möchte ich, Jahrgang 1964, meine Arbeit beschreiben. „Außerdem ist Mainz eine tolle Stadt mit einem tollen Umfeld.“