Auf dem eher ungewöhnlichen Terrain eines Schwimmbeckens wurden die Modelle präsentiert. Foto: Ralph Keim

KOSTHEIM – Wo inzwischen die Schwimmer ihre Runden drehen und bei sommerlichen Temperaturen die Wasserratten plantschen, tuckerten kürzlich Kriegsschiffe über das Wasser. Diese Kriegsschiffe waren selbstverständlich aus Plastik und in den Werkstätten von Modellbauern entstanden.

Denn gemeinsam veranstalteten der Schiffsmodellbauclub Wiesbaden und der Modellbau-Club Mainspitze eine Modellbauausstellung im Freibad Maaraue in Kostheim. Die Modellbauer ließen ihre Modelle in zwei der drei Becken schwimmen, darunter auch U-Boote, Nachbauten von Polizeinbooten und Segelschiffen. Später kam allerdings Wasser auch von oben, sodass die Ausstellung bei einem heftigen Unwetter ein abruptes Ende fand.

Bis dahin erlebten zahlreiche Besucher Schiffsmodelle unterschiedlichster Art, wobei eine detailgetreue Nachbildung interessante Einblicke ermöglichte. Auf dem Beachvolleyballfeld waren Baufahrzeuge, auf der Liegewiese Kettenfahrzeugen in Aktion. In der Basketballhalle wurden die Verbrennungsmotoren sowie andere Exponate ausgestellt. Gerne erläuterten dabei die Modellbauer technische Einzelheiten und Hintergründe.

Der Modellbau-Club Mainspitze, dessen Mitglieder oft am Ginsheimer Altrhein, ihre Modelle präsentieren, feiert in diesem Jahr sein 40-jähriges Bestehen. Bei den Rennbooten konnte der Verein in den letzten Jahren in den verschiedenen Wettbewerbsklassen mehrmals die Deutschen-, Europa- und Weltmeister stellen. Der Schiffsmodellbauclub Wiesbaden existiert seit 1981. Die Mitglieder widmen sich mehr dem Bau und Sammeln von Dampf-, Heißluft-, Verbrennungskraftmaschinen und Dampfkesseln.

Mittlerweile hat im Schwimmbad Maaraue die Freibadsaison begonnen. Schwimer dürften jetzt keinen Kriegsschiffen oder U-Booten begegnen.

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