Aus den Folientunneln leuchten schon die ersten reifen Früchte entgegen. Foto: Felix Bergmann

Finthen – Markus Hochhaus, der erste Vorsitzende des Finther Bauernvereins, und sein Sohn Björn schauen sich ihre abgeblühten Zwetschenfelder an. Keine einzige Frucht ist zu sehen. Wie sieht es wohl mit Kirschen, Äpfeln und Birnen aus? Aus den nicht mit Folien bedeckten Erdbeerfeldern leuchten uns die Erdbeerblüten entgegen, aber in der Mitte sind diese alle schwarz. Diese Blüten sind erfroren, sie werden wohl keine Früchte mehr bringen.

Nebenan aus den Folientunneln leuchten uns schon die ersten reifen Früchte entgegen. Durch die frühe Wärmeperiode in diesem Jahr hat auch die Spargelernte unter den Folien schon recht früh begonnen. Die Spargeljunganlagen hat der Frost ebenfalls erwischt. Die jungen Triebe lassen ihre verfrorenen Spitzen hängen, sie treiben jedoch aus der Wurzel wieder neu aus.

Aber wie sieht es mit den anderen Obstarten aus? Aprikosen und Pfirsichen standen schon in voller Blüte, als jene Frostnacht im April die Ernteerwartung stark begrenzte. Hier auf dem Hof der Familie Hochhaus ist man dennoch zuversichtlich. Es wird weitergehen, so der Seniorchef. Klar ist, dass die Obstbaubetriebe mit vielen Problemen zu kämpfen haben. Ob es der Schädlingsbefall ist, oder schwierige Witterungseinflüsse die bewältigt werden müssen. Hinzu kommen Störfaktoren wie Vandalismus und Diebstahl. Auf all das müssen die Landwirte reagieren.

Hier auf dem Obst- und Gemüsehof der Familie Hochhaus ist man gerade damit beschäftigt, Spargel, Erdbeeren, Äpfel und weitere Produkte für die Verkaufswagen des Unternehmens vorzubereiten. Auch der hofeigene Verkaufsladen in der Finther Flugplatzstraße ist ab sofort wieder am Wochenende geöffnet. Unter der Woche kann die Kundschaft gerne an der neuen Halle ihre Erdbeeren und Spargel kaufen.

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Werner Lehr
Ich bin seit 1992 von Zeit zu Zeit mit dem Verfassen von Berichten und Werbetexten beschäftigt. Nach dem erfolgreichen Abschluss in den Bereichen Rhetorik und moderner Kommunikationstechnik habe ich mich mit der aktuellen Berichterstattung aus den Bereichen Vereine, Wirtschaft, Kultur, Lokalpolitik und dem kirchlichen Bereich beschäftigt. Ab 2018 freue ich mich auf eine neue Herausforderung bei der Lokalen Zeitung in Mainz.