Die Ausstellung „im Raum“ ist eröffnet. Der Hechtsheimer Maler Roman Schmelter (Mitte) in und vor seinem Element. Foto: Gregor Starosczyk-Gerlach

Hechtsheim – So ungezwungen und frei anlässlich einer Vernissage gibt sich die Kunstwelt nicht oft. Sollte sich der Besucher – nicht nur der aktuellen – Ausstellung in der Galerie Roman Schmelter ungewöhnlich frei und willkommen fühlen, dann liegt das vielleicht an der Atmosphäre der Kunsträume, die der Gastgeber entschieden prägt. Derzeit zeigt Roman Schmelter in der Heuerstraße 6 in Hechtsheim die Ausstellung „Im Raum“.

Das Gefühl, die Kunst sei für jeden da, das die schmucken Räume ausfüllt, in sich aufzusaugen, macht Spaß. Die Kunst betrachten und mit dem Kunstschaffenden ins ungezwungene Gespräch zu kommen ebenfalls. Auch Anderen: Am ersten Tag der Vernissage rannte das Publikum die Türen ein. Bis in die späten Abendstunden schauten weit über 100 Kunstliebhaber vorbei.

„Die Kunst ist mein Leben, meine Leidenschaft“, beschreibt Schmelter sein Tun. „Ich will mit meinen Bildern etwas in den Menschen bewegen.“ So versuche er den Bildern, auch so etwas wie eine Geschichte oder eine Erzählung einzuhauchen. So wie in den Werken der aktuellen Ausstellung. „Die Räume sind menschenleer, aber sie tragen Spuren von Menschen.“ So wie die Couch, die der auf den Einladungen zur Illustration der Ausstellung diente. Als hätte gerade noch jemand auf ihr gesessen.

Keine Frage: Schmelter hat Erfolg. Seit 2006 lebt, arbeitet und unterrichtet er in nun Hechtsheim. Zuvor hatte er über viele Jahre die Galerie „Pictor“ betrieben. Seine an die jetzige Galerie angegliederte Malschule läuft hervorragend. Der Mann ist begehrt. Die zehn Kurse pro Woche sind ausgebucht. „Keine Plätze frei“, freut er sich. Mancher Schüler hält dem Meister seit über zehn Jahren die Treue.

Seine oberschlesische Herkunft münzte der Künstler zur Funktion als Brückenbauer um. Während sich seine Werke mittlerweile in vielen Privatsammlungen in aller Welt befinden, bietet er einer Vielzahl von Künstlern – vorzugsweise aus Polen und Osteuropa – die Galeriewände als Präsentationsort. Diesmal sind unter anderem die Werke von Rafał Bojdys oder Andrzej Schneeweiß und Kamen Kissimov zu sehen. Natürlich auch seine eigenen Bilder sowie die seiner Gattin, Sylvia, und die Werke seines Sohnes, Martin Schmelter. „Nach zwei Jahren, in denen ich Wasserbilder malte, brauchte ich Abwechslung. Ich beschloss daher, nun wieder Möbel und Räume zu malen, bei denen mich die Lichtverhältnisse interessieren“, erläutert er den Titel der Ausstellung. Viele Werke sind schon nach der Vernissage verkauft. Noch bis 2. Juni haben Kunstliebhaber Zeit, vorbeizuschauen. Es lohnt sich.

Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag: 15 bis 19 Uhr. Samstag: 11 bis 16 Uhr.

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