Jeder darf mal an die Spritze. Nachwuchsarbeit wird auch bei der Jahreshauptübung der Draiser FF, hier mit helfender Hand, großgeschrieben. Foto: Claudia Röhrich

Lerchenberg – Ein mit Wasser gelöschter Fettbrand in der Lerchenberger Teeküche des Bürgerhauses führte zu einem Küchenvollbrand, der einigermaßen glimpflich für die anwesenden Mitarbeiter ausging. Wegen starker Rauchentwicklung waren zwei Personen nicht in der Lage, selbstständig den Weg ins Freie zu finden. Eine dritte winkende Person befand sich auf dem Flachdach des Gebäudes. Hautnah konnten die großen und kleinen Zuschauer die veranstaltete Jahreshauptübung diesmal auf dem Lerchenberg verfolgen und der Kommentierung vom stellvertretenden Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Drais, Mathias Stauder folgen.

Nach seinen kurzen Ausführungen zur Wehr machte Stauder deutlich, dass bei der wichtigsten Übung im Jahresverlauf alle feuerwehrtechnischen Einrichtungen im Einsatz sind. Beim Eintreffen beider Züge am Brandherd entschied man nach Klärung der Lage, das rufende Opfer auf dem Flachdach mit Hilfe einer Schiebeleiter zu retten.

Währenddessen war ein zweiter Löschzug damit beschäftigt mit Brandbekämpfungsmitteln Herr von Brandherd und von weiteren Brandausbreitungen zu werden. Der Befehl lautete, einen Löschangriff von der Haupteingangsseite der Ortsverwaltung her durchzuführen. Die Wasserversorgung wurde dafür durch das Löschfahrzeug und der Wasserentnahme aus einem Hydranten sichergestellt. Die Atemschutzträger waren sofort im Anmarsch, um die verbliebenen Personen aus dem Rauch sicher und bestimmt ins Freie bringen, sie wurden dabei von einem Kameraden, der eine sogenannte Atemüberwachungstafel bediente, überwacht.

Die 47 Mitglieder der Einsatzmannschaft, die derzeit personalstärkste Freiwillige Feuerwehr im Mainzer Stadtgebiet, hatte glücklicherweise ihre zugeteilten Aufgaben bestens beherrscht, so dass die Verletztendarstellerinnen nur kleinere Wunden davontrugen, die durch erste Hilfemaßnahmen versorgt werden konnten. Der Einsatz zehrte bei der Mannschaft an den Kräften, dies war besonders bei den Atemschutzträgern zu erkennen.

Ungewohntes Terrain, unwillige Opfer und Mainzer Verkehrsverhältnisse waren Faktoren, die sich auf den Zeitfaktor niederschlugen. Um diese Punkte ging es in der folgenden Nachbesprechung im Draiser Gerätehaus, die Wehrführer Steffen Molitor kritisch aufzählte. Während Mario Ambrosius, Brandamtmann von der Berufsfeuerwehr Mainz und abgestellter Beobachter, in Zukunft auf einen besseren Informationsaustausch hofft, bescheinigte er letztendlich der FF-Drais gute Arbeit. Molitor, der immer gerne Feuerwehrleute, ob groß oder klein gebrauchen kann, lud alle Anwesenden zum verdienten herzhaften Imbiss ein.

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