Im Garten des Gasthauses Adler fanden sich viele Gäste zur akademischen Feier ein. Foto: Helene Braun

Finthen – Es war im Jahr 1967, als ein paar Motorsportbegeisterte den Motorsport-Club gründeten. Wie man leicht nachrechnen kann, ist dies nunmehr 50 Jahre her. Grund genug zu feiern in einer edlen Gastronomie, dem „Adler“ in Finthen. Lautstark aber kündete erst die Guggemusik Meenzer Rhoigeister im Hof Jubiläum und akademische Feier an, die draußen im Garten stattfand. MSC-Vorsitzender Wolfgang Walter blickte zurück auf die Anfänge und Veranstaltungen: auf den alljährlichen Flugplatz-Slalom oder den Großen Preis von Finthen im Bobbycar-Rennen. Aber auch die deutsche Rennsport Meisterschaft gastierte von 1972 bis 1983 auf dem Finther Flugplatz – Motorsportgrößen wie Hans-Joachim Stuck, Harald Menzel und Gerd Schüler hielten Hof und ließen sich feiern. Man war voll konzentriert auf Autosportrennen und in Zusammenarbeit mit dem Hessischen Motorsportclub wurde einiges auf die Beine gestellt

Moderatorin der Feier, Uschi Sengutta, trug ihren Teil zur Aufarbeitung der Historie bei. Sie erinnerte an die Flugplatzrennen 1984 bis 1990, die im Rahmen der deutschen Tourenwagenmeisterschaften in Finthen ausgetragen wurden. 1991 bis 1994 waren die Cracks, die dem Autoslalom frönen, auf dem damaligen Massa-Parkplatz in Mainz-Bretzenheim zuhause. Dies änderte sich dann wieder 1995 und der Slalom zog wieder auf das uns so bekannte und geliebte Gelände des Flugplatz Mainz-Finthen zurück – bis heute und das eine oder andere Jahr auch mit Unterstützung anderer Rallye Clubs.

Was Wolfgang Walter bedauert: Des Naturschutzgebietes wegen dürfen nur Flugzeuge und keine Autos mehr die Rennstrecke auf dem Layenhof nutzen. Er hofft auf die Unterstützung von OB Michael Ebling, der eine Sondergenehmigung erwirken könne.

Vorsitzender Wolfgang Walter ließ die Vereinsgeschichte Revue passieren. Foto: Helene Braun

Auch nach 50 Jahren hält der MSC viele spannende Programmpunkte im Jahreskalender der Stadt Mainz bereit. Da sind die Oldtimer Rallye, die Orientierungsfahrten, die Jugendarbeit mit dem „Großen Preis von Finthen“. Da sind auch die Angebote im Rahmen der Ferienkarte. Winterwanderungen, Schnutchenessen, heute als Oktoberfest deklariert, aktiv mit einem Weinstand an der Finther Kerb, als Bratwurstgriller auf dem Finther Adventsmarkt dabei oder als Teilnehmer am Finther Zug der Lebensfreude beweisen die Mitglieder ihre Zusammengehörigkeit im Verein und ihre Zugehörigkeit zum Stadtteil.

Insbesondere diese Belebung des Stadtteils ist es, die Ortsvorsteher Herbert Schäfer Freude macht, ebenso wie die jährlichen Flugplatzrennen. „Der Motorsport bringt Menschen zusammen und genau dies pflegt der MSC mit seinem Clubleben auf erfolgreiche Art und Weise“, äußerte sich auch Dr. Klaus Manns, Vorsitzender ADAC Mittelrhein, bei der akademischen Feier. Vereinsringvorsitzender Jürgen Hinkel betonte: „Dem MSC hat es nie an Zielrichtung gefehlt. Er hat Motorsportgeschichte geschrieben und erlangte einen großen Bekanntheitsgrad weit über die Grenzen von Finthen weg.“

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Helene Braun
Seit 2003 bin ich für die Lokale Zeitung journalistisch tätig. Von 2014 bis Ende 2018 war ich Redaktionsleiterin für die Mainzer Stadtteile und die Verbandsgemeinde Bodenheim. Meine heutigen Schwerpunkte liegen auf allem, was im und vor Ort geschieht und für die Leser interessant ist. Dies sind Berichte, Reportagen und Fotos aus Lokalpolitik, Wirtschaft, Gesellschaft, Kultur, Vereinen, zu besonderen Events und kuriosen Begebenheiten.