Noch bis zum 19. Mai sind die Malereien der Stadecken-Elsheimer Künstlerinnen Annemarie Kijaszek (l.) und Britta Jung zum Thema „Rheinhessen und die Welt“ im Nieder-Olmer Rathaus zu sehen. Foto: Annette Pospesch

Nieder-Olm – Eine sehenswerte Ausstellung ist noch bis zum 19. Mai im Foyer und im ersten Stockwerk des Nieder-Olmer Rathauses zu sehen. Die beiden Stadecken-Elsheimer Künstlerinnen  Annemarie Kijaszek und Britta Jung präsentieren dort ihre vorwiegend in Öl gemalten Bilder zum Thema „Rheinhessen und die Welt“. Schon die große Anzahl der Besucher bei der Vernissage zeigte, dass die beiden in der Region keine Unbekannten sind und das Thema der Ausstellung ansprechend gewählt wurde. Einige ihrer Bilder sind auch seit dem rheinhessischen  Jubiläumsjahr 2016 in einer Dauerausstellung auf dem sogenannten „Bilderweg“ in Stadecken-Elsheim zu sehen, ein fünfeinhalb Kilometer langer Rundweg mit zwölf Bilderstationen um die Ortsgemeinde. Ergänzt werden die Malereien dort durch Fotografien von Thomas Brenner.

Auch in Nieder-Olm seien die beiden Künstlerinnen mit ihren Werken nicht zum ersten Mal zu Gast, sagte Annette Hambach-Spiegler bei ihrer Einführung zur Ausstellung und freute sich über den großen Zuspruch. Martin Kijaszek, Ehemann von Annemarie Kijaszek und besser bekannt unter seinem Künstlernamen Billy Crash, sorgte für die musikalische Einstimmung zur Bilderschau, passend zum Thema, natürlich in rheinhessischer Mundart.

Harmonisch präsentieren sich die Arbeiten der Malerinnen an den Wänden und auf den Stelltafeln der Ausstellungsfläche, dennoch ist die unterschiedliche „Handschrift“ der Künstlerinnen für den Besucher leicht auszumachen. Eher detailverliebt arbeitet Annemarie Kijaszek ihre rheinhessischen Stillleben und Landschaftsansichten aus, während die Bilder von Britta Jung durch eine flüchtigere Pinselführung einen etwas abstrakteren Charakter haben. Neben vielen rheinhessischen Motiven zeigt die Ausstellung auch Bilder, die durch gemeinsame Reisen der beiden seit 25 Jahren miteinander befreundeten Frauen inspiriert wurden. So findet das Auge des Betrachters etwa neben dem für Rheinhessen typischen Trullo im Wingert auch Lavendelfelder der Provence, auch fernöstliche und südamerikanische Motive ergänzen den Blick auf die heimische Umgebung.

Einmal pro Woche treffen sich Britta Jung und Annemarie Kijaszek seit vielen Jahren zum gemeinsamen Malen in ihrem Atelier in einem ehemaligen Schlachthaus. „Wir inspirieren uns gegenseitig, sind aber auch dankbar für den kritischen Blick und die konstruktive Kritik“, beschreibt Annemarie Kijaszek ihr schöpferisches Tun.

Im November werden die beiden überzeugten Rheinhessinnen in ihrer Jahresausstellung in der Stadecker Burgscheune neue Arbeiten zum Thema „Wildes Rheinhessen“ präsentieren. Was sich ganz genau dahinter verbirgt, bleibt noch geheim. „Bis dahin haben wir ja noch eine ganze Weile Zeit zu arbeiten“, macht Britta Jung neugierig.

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