Auf ein interessantes Spiel und einen regen Zuschauerzuspruch freut sich die Ü 40 der SpVgg Ingelheim, die sich gerne in den Dienst dieser guten Sache stellt. Foto: SpVgg Ingelheim

INGELHEIM – Na wenn das kein Grund ist, sich den Termin freizuhalten: Welt-, Europameister und Fußballlegenden spielen am 30. Mai um 19 Uhr in Ingelheim für guten Zweck. Die Lotto-Elf mit vielen ehemaligen Fußballstars unter der Leitung von Weltmeister Horst Eckel spielen gegen die Ü40-Elf der SpVgg Ingelheim zugunsten von Haus St. Martin.

Man kann die Lotto-Elf schon als einzigartig bezeichnen, denn außer dem sportlichen Aspekt steht vor allem der gute Zweck im Vordergrund: unter der Führung von 54er-Weltmeister Horst Eckel und Europameister Peter Briegel als Trainer stellen sich so bekannte ehemalige Bundesligaspieler, wie Weltmeister Guido Buchwald, Dimo Wache, Dariusz Wosz, Wolfgang Kleff, Stefan Kunz, Matthias Scherz und andere Persönlichkeiten ehrenamtlich in den Dienst einer guten Sache: der Erlös kommt immer einer gemeinnützigen und mildtätigen Sache zugute. Der Erlös des Benefizspieles am 30. Mai geht ausschließlich an das Haus Sankt Martin.

Die Gründung der Lotto-Elf erfolgte 1998 und wurde inspiriert durch eine Begegnung der Weltmeister von 1954 mit ihren ungarischen Gegnern. Rudi Gutendorf und Reinhold Wosab nahmen die Idee auf und gründeten eine Mannschaft, die sich aus ehemaligen Bundesligaprofis und anderen prominenten Sportlern zusammensetzten sollte.

Lotto Rheinland-Pfalz steuert die organisatorische Basis bereit und das offene Ohr der Spieler wie Wolfgang Overath, Bernd Hölzenbein, Uwe Bein andere mehr schufen damit eine beispiellose Institution, die sich zum Ziel setzte, gemeinnützige Initiativen und soziale Projekte zu unterstützen: Über zwei Millionen Euro haben die prominenten Kicker bisher an Hilfsgeldern eingespielt.

Das Haus St. Martin in Ingelheim unter der Trägerschaft der Caritas-Stiftung Haus St. Martin ist eine heilpädagogische und therapeutische Fördereinrichtung für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit Schwerst- und Mehrfachbehinderung bis zu einem Alter von 27 Jahren. Zielsetzung und Aufgabenstellung im Haus St. Martin basieren auf dem Grundgedanken eines ganzheitlichen Menschenbildes. Die jungen Bewohner werden jeweils von einem multifunktionellen Gruppenteam betreut und gefördert. Ein Therapeutenteam und Lehrkräfte der Förderschule Nieder-Olm ergänzen die Förderarbeit. Die medizinische Versorgung erfolgt durch eine niedergelassene Gemeinschaftspraxis in Ingelheim, dazu Visiten weiterer Fachärzte. Mittlerweile stehen 50 vollstationäre Heimplätze sowie Ferien- bzw. Kurzzeitpflegeplätze zur Verfügung. Durch eine Erweiterung können weitere fünf Plätze für junge Erwachsene bis zu einem Alter von 27 Jahren angeboten werden.

Neben dem stationären Wohnangebot hat das Haus St. Martin seit einigen Jahren das Ambulante Förderzentrum entwickelt. Hier werden Kindern und Jugendlichen mit Beeinträchtigung die Unterstützung und Begleitung ambulant angeboten. Das „Einzugsgebiet“ der Fördereinrichtung erstreckt sich auf einem Umkreis von 150 km in ganz Rheinland-Pfalz, Taunus, Südhessen bis Raum Frankfurt und Gießen und sogar bis Karlsruhe.

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