Kein Fest in der Region ohne Bodenheimer Schoppengarde. Foto: Helene Braun

Bodenheim – Die große Gemeinschaft und der gute Zusammenhalt sei das Besondere an der Bodenheimer Schoppengarde 1987 e. V., sagte der erste Vorsitzende des Vereins, Volker Schäfer. 1987 von einer Handvoll Männer und Frauen gegründet, zählt die Schoppengarde mittlerweile 200 Mitglieder im Alter zwischen zehn und 60 Jahren. Dabei sind auch viele Familien eingebunden. Knapp 40 Musikerinnen und Musiker, eine Garde sowie ein Kinderballett gehören zum Verein.

Die Schoppengarde zeigt sich vor allem an Fastnacht aktiv. Sie veranstaltet eine eigene „Kneipenfastnachtsitzung“, den Bleede Obend, spielt bei Fastnachtsitzungen in der Umgebung bei der Eröffnung oder zum Finale, bei Rathausstürmungen und Umzügen. Schäfer betont, dass es dem Verein wichtig sei, bei den örtlichen Festen, wie zum Beispiel der Kerb oder beim Nikolausmarkt mit dabei zu sein. Deswegen bezeichnet er die Schoppengarde auch als Brauchtumsverein.

Auch Ausflüge und Konzertreisen stehen immer wieder auf dem Programm, wie Besuche bei befreundeten Gruppen, aber Spanien und Italien waren ebenfalls schon Ziele, die von der Schoppengarde angefahren wurden.

Jeden Freitag zwischen 19 und 21 Uhr treffen sich die Musiker zur Probe. Aber auch dienstags zur gleichen Zeit üben abwechselnd die Bläser oder die Trommler und Lyren. Die musikalische Leitung oder die „Stabführung“, wie es in diesem Genre heißt, hat Thorsten Hartmann inne.

Nun wird aber erstmal Geburtstag gefeiert und zwar am Samstag, 20 Mai und Sonntag, 21. Mai, im Innenhof des VG-Rathauses. Offiziell eröffnet wird das Fest samstags um 15 Uhr. Ab 19.30 Uhr gibt es eine Jubiläumsparty. Im Mittelpunkt steht das „Musikalische Freundschaftstreffen“, zu dem sich sechzehn Musikgruppen aus der Umgebung, aber auch aus ganz Deutschland angesagt haben. Samstags ab 15 Uhr und sonntags ab 15 Uhr spielen die Musikzüge, Trommlercorps und Spielmannzüge auf. Besonders stolz ist Schäfer, dass am Sonntagmorgen um 11.30 Uhr ein ökumenischer Gottesdienst gefeiert wird, bei dem die Schoppengarde die musikalische Gestaltung übernehmen wird.

Mit einem kleinen Schlusskonzert am Sonntagabend um 18.30 Uhr, das von vier Vereinen gemeinsam mit zirka 100 Musikern gestaltet wird, soll das Geburtsfest einen glanzvollen Abschluss finden. Selbstverständlich ist für Essen und Trinken während des Festwochenendes gesorgt, am Sonntagnachmittag auch für Kaffee und Kuchen. Nun freut sich die Schoppengarde auf viele Mitfeiernde aus Nah und Fern.

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