Stefan Bell, der zweite Kapitän beim 1. FSV Mainz 05, blickt zuversichtlich in die Zukunft. Foto: Mainz 05

Bretzenheim – Die Talfahrt möchte für die 05er einfach kein Ende nehmen. Der 1. FSV Mainz 05 ist längst im Abstiegskampf angekommen. Es ist höchste Zeit, sich mit dem Gedanken des Abstiegs zu befassen. Eine gute Gelegenheit bei der aktuellen Situation, einmal bei Stefan Bell, dem zweiten Kapitäns des Noch-Erstligisten, über die Motivation und die Aussichten über einen Verbleib in der ersten Fußball Bundesliga zu sprechen.

Die Lokale: Herr Bell, die Mannschaft ist mitten im Abstiegskampf. Wie erklären Sie sich, dass Sie in eine solche Situation kommen konnten?

Stefan Bell: Wir sind ja ein Verein, der von den Möglichkeiten her im unteren Drittel der Tabelle angesiedelt ist. Da ist es ganz normal, dass wir mal unten rein geraten. Wir waren in den letzten Jahren immer mal in Reichweite nach unten und das muss man einfach einkalkulieren als Mainz 05 und auch als Fan von Mainz 05, dass wir jedes Jahr gegen den Abstieg und für den Klassenerhalt spielen. Deswegen ist es keine Situation, die uns vor unlösbare Rätsel stellt.

Die Lokale: Das klingt jetzt so, als ob der mögliche Abstieg nicht so schlimm wäre. Aber ihr festes Ziel ist es doch, in der Bundesliga zu bleiben?

Stefan Bell: Ja natürlich, aber ich glaube, es bringt uns jetzt als Spieler nichts, wenn wir uns verrückt machen. Ich denke wir sind gut genug und werden die Klasse erhalten. Deshalb ist es angebracht die aktuelle Lage einzuschätzen, aber ruhig zu bleiben.

Die Lokale: Was muss die Mannschaft also jetzt besser machen, damit sie nicht absteigt?

Stefan Bell: Wir müssen gucken, dass wir jetzt wieder ein bisschen mehr Tore schießen und natürlich punkten. Ich bin trotzdem der Meinung, dass wir in den letzten Wochen einige Dinge richtig gemacht haben.

Die Lokale: Was können Sie als einer von zwei Kapitänen zur Leistungssteigerung beitragen? Können Sie die Jungs motivieren?

Stefan Bell: Erst mal ist es so, dass jeder Spieler motiviert genug ist oder es zumindest sein sollte. Wir müssen natürlich alle jetzt ein Stückchen näher zusammenrücken und sicherlich wird es auch Situationen auf dem Platz geben, bei denen wir uns gegenseitig pushen und anfeuern müssen und auch positiv miteinander umgehen. Denn wir wissen, dass wir genug Qualität haben, um es zu schaffen, und es ist auch gut so, dass wir Selbstvertrauen in uns haben und nicht jetzt anfangen, in irgendeiner Form an irgendetwas zu zweifeln.

Das Interview führte Luis Granitza.

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