v.l. Kurt Merkator, Dr. Carsten Kühl, Marc Antonin Bleicher. Foto: Helene Braun

Finthen – Das Bürgerhaus in Finthen wird neu gebaut, einen Teil dieses Erfolgs schreibt sich die SPD auf ihre Fahnen. „Wir haben es geschafft, beruhigend auf die anderen politischen Fraktionen in Finthen einzuwirken, so dass wir zu einer gemeinsamen Position gefunden haben.“ So startete der SPD-Vorsitznede Marc Antonin Bleicher in den Frühjahrsempfang seiner Partei im Atrium-Hotel.

Wie man sich vielleicht erinnert, war das die Bedingung, die Finanzdezernent Günter Beck (Grüne) gestellt hatte, dass der Ortsbeirat sich einig sein müsse. „Das ist unser Beitrag zum neuen Bürgerhaus, und darauf sind wir auch ein wenig stolz“, führte Bleicher weiter aus, der sich über viele Gäste freute, die der Einladung gefolgt waren.

Sozialdezernent Kurt Merkator, der nun 65 Jahre alt, bald in den Ruhestand tritt, sagte „im ausschleichenden Prozess aus meinem politischen Leben“: „Ich freue mich, dass es in der SPD wieder einen Ruck gibt. St. Martin steht über all dem, und das war auch nötig.“ Für die Bundestagswahl sieht Merkator jetzt die große Chance. Auch für die anstehende Dezernentenwahl: Die Mainzer SPD schlägt den bisherigen Fraktionsvorsitzenden im Stadtrat, Dr. Eckart Lensch, als neuen Sozialdezernenten vor. Die bisherige Bau- und Kulturdezernentin Marianne Grosse soll daneben für eine zweite Amtszeit bestätigt werden. Froh sei er, so Merkator weiter, dass Bundestagskandidat Dr. Carsten Kühl in die Verbindung von Bund, Land und Stadt gehe. Und weiter: „Wir brauchen dringend die Veränderung des Finanzausgleichs. Was nützt uns die schwarze Null, wenn die roten Nullen zu den Kommunen durchgedrückt werden.“

Carsten Kühl verteidigte den Wahlslogan „Mehr Zeit für Gerechtigkeit“, der von anderer Seite als populistisch bezeichnet werde. „Das hat nichts mit Populismus zu tun, es geht darum, einen vernünftigen Interessenausgleich in der Gesellschaft fortzuführen“, so Kühl. Das reiche vom Niedriglohnempfänger bis zu den Menschen in Somalia, die akut vom Hungertod bedroht sind. Hier wog er auf gegen weitere Rüstungsausgaben und fragte, was wohl wertvoller sei.

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Helene Braun
Seit 2003 bin ich für die Lokale Zeitung journalistisch tätig. Von 2014 bis Ende 2018 war ich Redaktionsleiterin für die Mainzer Stadtteile und die Verbandsgemeinde Bodenheim. Meine heutigen Schwerpunkte liegen auf allem, was im und vor Ort geschieht und für die Leser interessant ist. Dies sind Berichte, Reportagen und Fotos aus Lokalpolitik, Wirtschaft, Gesellschaft, Kultur, Vereinen, zu besonderen Events und kuriosen Begebenheiten.