André Kunert (l.) ist neuer Leiter des Seniorenzentrums Domherrengarten, Karl-Heinz Grimm, Heimbeiratsvorsitzender, informiert ihn regelmäßig über die Wünsche und Sorgen der Bewohner. Foto: Annette Pospesch

ESSENHEIM – „Die Medien sind voll von schlechten Nachrichten über Pflegeheime und oftmals sicherlich zu recht. Wo es Missstände gibt, muss ganz genau hingeschaut werden, woran es liegt. Aber auch positive Entwicklungen sollten Beachtung in der Öffentlichkeit finden und das ist zurzeit wirklich nicht ganz so einfach“, sagt André Kunert. Er weiß genau wovon er spricht, denn André Kunert ist seit 1. März 2017 Leiter des Seniorenzentrums Domherrengarten in Essenheim. Kunert ist dennoch im Haus kein Unbekannter,  denn in den letzten zweieinhalb Jahren war er Wohnbereichsleiter, Pflegedienstleiter in Haus 2 und zuletzt stellvertretender Leiter der gesamten Einrichtung.

Der examinierte Altenpfleger ist ein Mann der Praxis und kennt die Pflege von der Pike auf. „Ich bin alles andere als ein Schreibtischhengst. Ich möchte auch als Leiter nah an den Menschen sein und dazu gehören zum einen die Bewohner, aber zum anderen auch meine Mitarbeiter“, betont Kunert. „Meine Tür steht immer offen und wenn irgendwo der Schuh drückt, dann muss schnell darüber gesprochen werden. Jeder kann sich hier einbringen und Vorschläge zur Verbesserung machen. Das ist mir wichtig.“ Das bestätigt auch Hausbewohner Karl-Heinz Grimm, der als Heimbeiratsvorsitzender in regelmäßigem Kontakt zu Kunert steht. „Ich bin häufig in den Wohnbereichen unterwegs, um mich mit den Leuten auszutauschen und nehme kein Blatt vor den Mund, wenn darum geht, unsere Interessen zu vertreten“, bekräftigt der rüstige Rentner.

Insgesamt leben 135 Bewohner in den beiden Häusern des Seniorenzentrums Domherrengarten, die seit zwei Jahren zu den Alloheim-Seniorenzentren gehören. Kunert ist als Leiter zuständig für beide Häuser, die aber ansonsten eigenständig geführt werden. Aber man profitiere selbstverständlich voneinander, die Pflegedienstleitungen der beiden Häuser stünden mit ihm und auch untereinander in regelmäßigem Austausch, so Kunert. „Wir ziehen hier alle an einem Strang und das ist gut so!“

Auch wenn sich das alles sehr positiv anhört, so verschweigt André Kunert dennoch nicht, dass auch sein Haus, wie so viele andere Einrichtungen, unter Personalmangel leidet. „Wir haben eines der beiden Häuser nicht voll besetzt, da uns schlichtweg das Fachpersonal fehlt“, berichtet er. „Ich kann nur für unsere Einrichtung werben und zukünftigen Mitarbeitern ein hervorragendes Betriebsklima, gute Arbeitsbedingungen und überdurchschnittliche Bezahlung versprechen.“ Auszubildende seien ebenfalls herzlich willkommen. Sie erhielten eine praxisorientierte Ausbildung mit großen Zukunftschancen, verspricht Kunert.

Auch der Kontakt zu den Essenheimern ist dem neuen Zentrumsleiter wichtig. Gerade entstünde im Eingangsbereich des Hauses 1 ein neuer Raum, der ein Ort der Begegnung werden soll, berichtet er. „Hier werden bald regelmäßig Ausstellungen, kleine Konzerte, Theatervorstellungen und auch Vorträge stattfinden“, erzählt Kunert. Jeder der Interesse an der Nutzung des etwa 95 Quadratmeter großen, hellen Raumes hat, könne sich im Seniorenzentrum melden.

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