Gründezernentin Katrin Eder (links) und Ortsvorsteher Johannes Klomann freuen sich über das Engagement der Patinnen Irmela Teuffel, Vesela Knezeovik und Louise Hart. Foto: Ralph Keim

NEUSTADT – Ohne sie würden viele Straßenzüge im Stadtgebiet bei weitem nicht so schön aussehen: Mehr als 140 Männer und Frauen kümmern sich ehrenamtlich als Paten um die kleinen Grünanlagen, beispielsweise um Beete, Baumscheiben und sonstiges Grün, das jetzt im Frühling wieder so richtig heraussticht.

In der Neustadt gehören Irmela Teuffel, Luise Hart, Gertrud Werkner und Vesela Knezeovik dazu. Sie kümmern sich um das Grün in der Adam-Karrillon-Straße und in der Leibnizstraße – und das schon seit zum Teil mehr als 30 Jahren. „Insgesamt haben wir hier je 18 Beete, Rabatte und Baumscheiben, um die wir uns kümmern“, erläuterte Irmela Teuffel bei einem Termin mit Gründezernentin Katrin Eder und Neustadt-Ortsvorsteher Johannes Klomann. Dabei bekamen die Damen nicht nur Blumensträuße überreicht, sondern auch Hinweisschilder für ihre Beete, die die Bürger darauf aufmerksam machen sollen, dass es angebracht ist, mit dem Grün pfleglich umzugehen.

„Das Problem mit dem Hundekot hat zwar nachgelassen, aber immer wieder müssen wir erleben, dass Blumen einfach abgebrochen und gestohlen werden“, berichtete Luise Hart von Zeitgenossen, die auf diese Weise zu kostenlosen Blumensträußen kommen. Gründezernentin Eder drückte den Patinnen ihren ausdrücklichen Dank aus und unterstrich noch einmal die Unterstützung, die das ihr unterstehende Grünamt leistet, indem sie die Pflanzen zur Verfügung stellt. „Einzelne Bürger, Vereinigungen und Gewerbetreibende betreuen große Grünanlagen wie den Zagrebplatz oder die Grüne Brücke bis hin zu großen Pflanzenbeeten sowie kleinere Baumscheiben und einzelne Kübel.“ 145 Patenschaften sind offiziell beim Grünamt allein für die Baumscheiben gemeldet. „Die in diesem Fall positive Dunkelziffer engagierter Bürger ist wesentlich höher“, freute sich die Dezernentin.

Das Grünamt stellt jetzt auch kleine Hinweisschilder zur Verfügung, die auf die Patenschaften aufmerksam machen sollen. „Dies auch in der Hoffnung, dass diese Flächen in Zukunft stärker jene Rücksichtnahme erfahren, die sie verdienen“, unterstrich die Gründezernentin, die Interessenten ermunterte, sich beim Grünamt zu melden. „Allerdings ist es mit Arbeit verbunden“, ergänzte Luise Hart. Denn Blumen pflanzen allein reiche nicht aus. „Noch wichtiger ist die regelmäßige Pflege, besonders jetzt bald im Sommer.“

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Ralph Keim
Seit ihrer ersten Ausgabe bin ich in verschiedenen Bereichen engagiert bei der Lokalen Zeitung. Heute verantworte ich die Ausgaben „Mainz-Mitte“ außerdem „Hessen“ und „Rhein“. „Die lokale Berichterstattung ist für mich immer wieder etwas Besonderes, da man hier ganz nah an den Menschen ist“, möchte ich, Jahrgang 1964, meine Arbeit beschreiben. „Außerdem ist Mainz eine tolle Stadt mit einem tollen Umfeld.“