Noch sind alle bei der Arbeit, aber man kann schon sehen, wie toll die Osterkrone bereits geworden ist. Foto: Helene Braun

Ebersheim –. Das sagte Gudrun Verch aus dem Vorstandsteam der Landfrauen in Ebersheim beim Aufstellen der geschmückten Osterkrone. Dem Brunnen in der Ortsmitte hatte der Verein das Wasser entzogen, denn innen hantierten Männer und Frauen mit Leitern. Nach dem Abbau soll das Nass wieder sprudeln. Vor ein paar Jahren hatte der frühere Ortsvorsteher Helgi Schwedass den Anstoß gegeben, die Tradition aus der Fränkischen Schweiz auch im Ort zu pflegen. Nun war es das siebte Mal, dass die Landfrauen in mühseliger Kleinarbeit das Grün banden, kaputte Eier ersetzten und mit Hilfe der Männer das geschmückte Gestänge anbrachten.

Seit Beginn hilft Schlosser Karl-Heinz Schuster, der das Metall geschweißt hat und die Frauen in seiner Schlosserei zum Binden arbeiten lässt. Wunderschön sieht die Osterkrone jetzt aus. „Wir versuchen, uns in der Gestaltung jedes Jahr etwas Neues einfallen zu lassen“, erzählte Verch. Oben prangt ein großes gelbes Ei, in den Bögen, acht großen und acht kleinen, sind die bunten Eier befestigt, und gelbe Schleifen und eine Eiergirlande machen das Werk perfekt „Das gibt´s doch gar nicht“, staunte Vorstandsmitglied Anette Odenweller über die Geschwindigkeit, mit der die Männer zu Werke gingen.

Probleme gab´s in diesem Jahr mit dem Buchs, der sonst immer verwendet wird, weil der Buchsbaumzündler das Grün geschädigt hatte. So behalfen sich die Frauen mit Thuja und Eibe aus Ebersheimer Gärten, ein Mitglied brachte noch Buchs aus dem Hunsrück mit. Gudrun Verch weiß: „Die Menschen hier freuen sich über unsere Arbeit und den Schmuck im Ort.“

Doch das ist nicht die einzige Gelegenheit, bei der der Landfrauenverein in die Öffentlichkeit tritt. Neben einem interessanten Jahresprogramm sind die Landfrauen beim Adventsmarkt in der Töngeshalle vertreten, sie haben einen Stand beim Burgundermarkt im September und sie spenden für die gute Sache. Im Jahr 2016 waren es 4500 Euro, davon allein 1500 Euro für die Vortour der Hoffnung. Sie spenden an Kitas, Kirchen, und das Kinderhospiz.

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